Vitamin C

Vitamin C ist wohl das bekannteste Vitamin, vom Orangensaft über die Frühstücksflocken wird die Ascorbinsäure schon vielen Lebensmitteln künstlich zugesetzt. Doch wusstest du, dass nicht Orangen sondern Wildkräuter wie Brennnesseln die reichhaltigsten Vitamin C Lieferanten sind und die Ascorbinsäure neben der Wirkung aufs Immunsystem auch eine wesentliche Rolle bei der Bildung des Bindegewebes spielt, antiallergisch wirkt und als wichtiges Antioxidans vorbeugend gegen Krebs wirkt?

Vitamin C:

  • erhöht die Abwehrkräfte gegen Infektionen
  • ist ein wichtiges Antioxidans und schützt Zellen und Körpersubstanzen vor freien Radikalen.
  • begünstigt die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung
  • spielt eine wichtige Rolle bei der Kontrolle des Histaminspiegels und somit bei der Entstehung von Allergien und Asthma
  • erhöht den Abbau und die Ausscheidung von Cholesterin im Körper und wirkt so vorbeugend gegen Verkalkung der Herzgefäße
  • kann die Heilung von Wunden beschleunigen
  • reduziert Zahnfleischentzündungen

Wodurch entsteht ein vermehrter Bedarf?

  • Stress: erhöht den Bedarf an Vitamin C
  • Rauchen verdoppelt den Bedarf an Vitamin C!
  • Medikamente wie Aspirin, „die Pille“ oder entwässernde Medikamente, sogenannte Diuretika, verbrauchen viel Vitamin C.
  • Zufuhrmangel: eine Vitamin C arme Ernährung (wenig oder gar kein Obst und Gemüse), kann in nur 1-2 Wochen zu einem Mangelzustand führen!

Mangelerscheinungen:

  • entzündetes Zahnfleisch,
  • verminderte Wundheilung,
  • erhöhte Infektanfälligkeit,
  • Schwäche,
  • Müdigkeit,
  • ein lange bestehender Vitamin C Mangel kann das Risiko an Krebs, Herzerkrankungen, oder Arthritis zu erkranken sowie das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden erhöhen.

Zufuhrempfehlungen:

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt folgende tägliche Vitamin C Mengen für den Gesunden:

D-A-C Referenzwerte für die tägliche Vitamin C Zufuhr
Frauen ab 19 Jahren 110mg/ Tag
Männer ab 19 Jahren 95mg/ Tag
Schwangere 105mg/ Tag
Stillende 125mg/ Tag

Lebensmittel mit hohem Vitamin C Anteil:

Orangen und Zitronen enthalten Vitamin C, das haben wir bereits aus der Werbung gelernt. Sie sind jedoch nicht die reichsten Vitamin C Quellen! Vor allem unsere heimischen Wildgemüse und Wildkräuter strotzen vor Vitamin C, allen voran die Brennnessel, gefolgt von Löwenzahn, Sauerampfer, Melde, Bärlauch oder Brunnenkresse.
Unter den Beeren sind die Vitamin C Bomben die Acaibeere und der Sanddorn.

Wie schon im Blogpost über Magnesium stellt sich nun die Frage:

Ist es überhaupt möglich, die im D-A-CH Referenzwert empfohlene tägliche Menge an Vitamin C ausschließlich über die Ernährung zu sich zu nehmen?

In der folgenden Tabelle habe ich einige gute Vitamin C Lieferanten zusammengestellt. Nachdem die reinen Zahlen über den Gehalt an Vitamin C für sich nicht so aussagekräftig sind – denn wer kann sich schon vorstellen, wieviel 100g Erdbeeren oder Brennnesseln sind, habe ich die beliebtesten Vitamin C haltigen Obst und Gemüsesorten noch bildlich veranschaulicht.

Vitamin C Quellen Gehalt in 100g Erforderliche Menge, um den Tagesbedarf von 110mg zu decken
Brennnessel 330mg 33g,
Brokkoli 95mg 115,78g
Paprika rot 140mg 78,57g
Kartoffel gekocht 15mg 733g
Bärlauch 150mg 73g
Acerola 1700mg (!) 5,5g
Erdbeeren 55mg 199g
Johannisbeeren schwarz 175mg 62,8g
Orange 45mg 234g
Sanddornbeersaft 265mg 41g
Zitrone 50mg 220g

Wie die unteren Bilder anschaulich zeigen, kannst du deinen täglichen Bedarf an Vitamin C sehr einfach ausschließlich über die Ernährung decken – und das schon zum Frühstück! Schon eine halbe Paprika (am besten roh gegessen), oder 1 Orange und du hast deine tägliche Portion Vitamin C rein über die Ernährung gedeckt!

VitaminC Tagesbedarf

VitaminCErdbeeren-01

Wer also täglich frisches Obst und rohes Gemüse isst, deckt locker seinen Bedarf an  Vitamin C und kann sich Nahrungsergänzungen in Form von Brausetabletten oder Kapseln sparen.

Ein einfaches Beispiel für ein Vitamin C haltiges Frühstück ist Naturjoghurt mit frischen Früchten. Am besten saisonales Obst mit möglichst kurzen Transportwegen wählen, das schont nicht nur die Umwelt, sondern schlägt auch auf deinem Vitaminkonto zu Buche. Je reifer die Früchte werden dürfen, und je kürzer Lagerungszeit und Transportwege, desto größer der Vitamingehalt!

Vitamin C_ Ess ich zum Frühstück!

Fassen wir nochmal zusammen:

Kann ich meinen Vitamin C Bedarf über die Ernährung decken?

Ja!

Wo ist Vitamin C enthalten?

Vor allem in frischen Früchten und Gemüse!

 

Wie deckst du deinen Vitamin C Bedarf? Isst du lieber Obst und Gemüse, oder greifst du lieber zu Nahrungsergänzungsmitteln?

 

 

 

 

Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea)

Immunsystem stärken, Erkältungen verhindern, Antibiotikagebrauch verringern? Und das auch noch ganz natürlich mit purer Pflanzenkraft?

Das geht! Echinacea purpurea, der rote Sonnenhut, wird verwendet zur unterstützenden Behandlung und zur Vorbeugung von wiederkehrenden Infekten im Bereich der Atemwege. Der Rote Sonnenhut kann den Ausbruch einer Erkältung verhindern und reduziert im Falle einer Erkältung die Zahl der Krankentage! Bewährt hat sich auch die begleitende Anwendung von Echinacea bei Antibiotikabehandlungen.

Geschichte

Der Sonnenhut stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde in Europa erst Anfang des 20.Jahrhunderts bekannt. Traditionell wurde der rote Sonnenhut verwendet bei Verbrennungen, Schlangenbissen, Insektenstichen, Halsschmerzen sowie Erkältungen.

Sicher erkennen

Diese Heilpflanze ist in Europa nicht wildwachsend, aber eine unter Gärtnern sehr beliebte Zierpflanze. Charakteristisch sind die großen, purpurroten Zungenblüten und die stacheligen, an einen Igel erinnernden Röhrenblüten, die der Pflanze den aus dem griechischen stammenden botanischen Namen Echinacea (Echinos = Igel) bescherten. Der Sonnenhut blüht von Anfang August bis in den Herbst hinein und ist eine beliebte Insektenweide.

Wirksame Bestandteile

Zur Herstellung der Echinacea Tinktur wird die gesamte blühende Pflanze frisch verarbeitet, da die Wirkstoffe des Sonnenhutes durch Trocknen unwirksam werden.

Inhaltstoffe

Cichoriensäure, ätherische Öle, Polysaccharide, Polyacetylene, Flavonoide

Wirkungen

Der Rote Sonnenhut wirkt antiinfektiös, antiviral und steigert die unspezifische Abwehr. Äußerlich wirkt diese Heilpflanze wundheilungsfördernd und entzündungshemmend. Eine aktuelle Studie vom Mai 2018 hat folgende Wirkungen des Roten Sonnenhutes bestätigt:

  • Hilft zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen, Grippe und Erkrankungen der Atemwege
  • 33% Reduktion von Grippe, Erkältung und Erkrankungen der Atemwege*
  • 67% weniger Fiebertage*
  • 64% weniger Risiko für bakterielle Komplikationen wie Ohreninfektionen, Krupp, Lungenentzündung*
  • 73% weniger Antibiotikabedarf*

*Ogal M, Klein P, Schoop R. Echinacea for the Prevention of Respiratory Tract Infections in Children 4 – 12 years: A Randomized, Blind and Controlled Study. Sociéte Suisse de Pédiatrie (SSP, Poster), 24th May 2018, Lausanne, Switzerland.

Die Kommission E (=selbstständige, wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA) und des heutigen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Deutschland) bestätigt folgende Wirkungen:

  • Innerlich:  zur unterstützenden Behandlung rezidivierender Infekte im Bereich der Atemwege und der ableitenden Harnwege.
  • Äußerlich: bei schlecht heilenden, oberflächlichen Wunden.

Zubereitungen

Verwendet wird der Presssaft aus frischem Purpursonnenhutkraut, der in Form von Säften, Tropfen oder homöopathischen Zubereitungen in der Apotheke erhältlich ist.

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