Bei Prellungen und Entzündungen: Topfenwickel

Der Topfenwickel ist ein tolles Mittel zur ersten Hilfe bei Prellungen, Verstauchungen und sogar Entzüdungen! Obwohl er inzwischen auch schon von den Ärzten der Unfallambulanz bei uns im örtlichen Bezirkskrankenhaus empfohlen wird, ernte ich nicht selten verständnislose Blicke, wenn ich in der Apotheke den Patienten rate, einen Topfenwickel zu machen.

„Topfen? Also wie jetzt? Speisetopfen?“ „Genau, ganz gewöhnlicher Speisetopfen bzw. Quark.“

Im folgenden Beitrag findest du eine Schritt für Schritt Anleitung für einen Topfenwickel mit ganz einfachen Zutaten und erfährst wie und wogegen dieses einfache aber wirksame Hausmittel wirkt:

Wir brauchen genau 3 kostengünstige Zutaten:

  • 1 Packung Speisetopfen (erhältlich im Supermarkt)
  • Vließstoffkompressen oder ES Kompressen (Apotheke), alternativ eine saubere, trockene Mullbinde.
  • Selbsthaftende Fixierbinden oder einen Verband zum Befestigen (Apotheke).

So einfach wird´s gemacht:

Topfen dick auf die entzündete oder schmerzende Körperstelle auftragen, mit einer Vließstoffkompresse bedecken und das Ganze mit einer Fixierbinde befestigen. Den Wickel lässt man eine halbe bis eine ganze Stunde angelegt. Der Topfen sollte dabei nicht eintrocknen.

Bei starken Beschwerden kann der Wickel 2-3x täglich wiederholt werden.

Ein Topfenwickel wirkt:

  • kühlend
  • abschwellend
  • schmerzlindernd
  • entzündungshemmend
  • entgiftend

Der Topfenwickel hilft bei:

  • Sportverletzungen wie Prellungen und Verstauchungen
  • Tennisarm
  • Sehnenscheidenentzündung
  • oberflächliche Venenentzündungen
  • Gelenksentzündungen
  • Sonnenbrand und Insektenstiche
Topfenwickel bei Prellung, Verstauchung oder Entzündung

Bauchschmerzen bei Kindern

Kindern fällt es noch schwer, Bauchschmerzen zu differenzieren und kategorisieren. So kann ein Bauchschmerz aus Hunger oft noch nicht von einem Bauchschmerz aufgrund von Verstopfung, Blähungen oder Durchfall unterschieden werden.

Folgende Punkte sollten zunächst abgeklärt werden:

  • Wann hat dein Kind das letzte Mal gegessen?
  • Was hat dein Kind zuletzt gegessen?
  • Hatte dein Kind heute schon Stuhlgang?
  • Welche Beschaffenheit hatte der Stuhlgang? Normal, Durchfall, hart?
  • Hat dein Kind Blähungen oder einen harten Bauch?

Das hilft:

Ganz unabhängig davon, was die Ursache für die Bauchschmerzen deines Kindes ist –  folgende Tipps bringen rasch Erleichterung:

  • Wärmflasche
  • krampflösender Bauchwehtee
  • Bauchmassage
  • Schonkost

Einen

Bauchwehtee für Kinder

mische ich mit folgenden Kräutern zu gleichen Teilen: Malvenblatt (Folium Malvae), Kamillenblüte (Matricariae flos), Gänsefingerkraut (Herba Anserinae), Fenchel (Fructus Foeniculi) und Pfefferminz (Folium Menthae).

Bauchwohltee

Malvenblatt schützt die Magenschleimhaut, Kamille wirkt entzündungshemmend, entblähend und krampflösend. Das Gänsefingerkraut als wichtige krampflösende Heilpflanze darf in dieser Mischung nicht fehlen. Abgerundet wird die Teemischung mit Fenchel und Pfefferminz, welche beide entblähend wirken und den Tee geschmacklich aufpeppen. Die Kräuter zu gleichen teilen mischen. 1 TL der Teemischung mit siedendem Wasser übergießen, 5 Min. ziehen und abkühlen lassen, ungesüßt oder mit Honig trinken.

 

Eine gute Ergänzung zur Wärmflasche und dem Tee ist eine

Bauchmassage,

für die ich mir ein krampflösendes Massageöl mit ätherischen Ölen mische. Dafür brauche ich folgende Zutaten:

  • 30 ml eines fetten Trägeröles z.B. Mandelöl, Aprikosenkernöl, ersatzweise kann auch ein Olivenöl aus der Küche verwendet werden.
  • eine Mischung aus echten ätherischen Ölen: Bei Bauchschmerzen eignen sich Basilikum, Fenchel, Kardamom, Kreuzkümmel, Koriander oder Lavendel. Als Kombination für ein Kindermassageöl empfehle ich Mandarine, Vanille oder Rose. Die Auswahl der ätherischen Öle ist natürlich auch Geschmacksache. Für die Mischung wähle ich 2-3 ätherische Öle aus, die in diesem Fall entkrampfend, entblähend und verdauungsfördernd wirken. Mandarine und Vanille oder Rose sind eine gute Ergänzung für ein Bauchwehöl für Kinder. Diese Öle wähle ich weniger wegen ihrer körperlichen sondern vielmehr wegen ihrer Wirkung auf die Psyche aus. Der weiche, sanfte Duft des roten Mandarinenöls wirkt entspannend und vermittelt Geborgenheit. Auch der Duft von Vanille vermittelt Wärme, wohlige Geborgenheit und wirkt auf psychischer Ebene angstlösend und stark stimmungsaufhellend.

Anwendung: Eine kleine Menge Massageöl in den Händen verteilen und mit leichtem Druck den Bauch massieren.

Vorsicht im Umgang mit ätherischen Ölen!

  1. Arbeite mit echten ätherischen Ölen, denn Duft ist nicht gleich Duft. Echte ätherische Öle sind zu unterscheiden von naturidentischen Ölen und Parfumölen, welche beide chemischen Ursprungs sind. Nur echte ätherische Öle werden aus Pflanzenmaterial gewonnen und enthalten sozusagen die „Seele“ der Pflanzen, das konzentrierte Extrakt der flüchtigen Bestandteile, welche in der Aromatherapie verwendet werden. Namhafte Firmen, die eine hohe Qualität liefern sind zum Beispiel Primavera, Taoasis oder Farfalla (unbezahlte Werbung).
  2. Achte auf die Dosierung! Ätherische Öle wirken einerseits über den Geruchssinn, andererseits über Haut und Schleimhäute. Bei Kindern sollten ätherische Öle daher bei Anwendung auf der Haut nicht pur, sondern immer verdünnt verwendet werden, da sie sowohl Atemwege, als auch die Haut reizen können. Meine Massageöle für Säuglinge enthalten daher 1% ätherische Öle, diejenigen für Kinder ab 3 Jahren bis zu 3%.

Yaëlle Bauchwohl Massageöl

Wer sich sein Massageöl nicht selber mischen will oder kann, dem möchte ich das von mir entwickelte und hergestellte Yaëlle fabelhafte Kinderapotheke Bauchwohl Massageöl empfehlen: es enthält echte ätherische Öle und hochwertiges pflanzliches Basisöl. Zusätzlich gibt es zu jedem Massageöl ein Extra: Passend zum Öl enthält das Set eine eigene Geschichte. Die Bauchwohl-Geschichte handelt vom Braunbären Bruno und wird während der Massage vorgelesen. Sie bietet sowohl eine Massageanleitung für den Vorlesenden und dient als meditative Gedankenreise, welche die manuelle Therapie auf mentaler Ebene unterstützt. Geeignet für Kinder ab drei Monaten.

Nähere Informationen zu den Yaelle Massageölen findest du unter hier geht´s zu Yaelle fabelhafte Kinderapotheke oder auf Instagram unter @yaelle.at

Für Brummbären3

Leidet dein Kind unter Bauchschmerzen, so sollte es möglichst leicht verdauliche

Schonkost

bekommen. Fettiges, Frittiertes oder Zuckerhaltiges kann die Schmerzen noch verstärken. Ideal sind leicht gedünstetes Gemüse wir Kartoffel oder Karotten, basische Gemüsesuppen wie Haferschleim- oder Grießsuppe.

Beispiele für Schonkost bei Bauchschmerzen findest du in diesen Blogposts:

Haferschleimsuppe gegen Montagsbauchweh oder die unschlagbaren Vorteile der Carroat Supersoup

Was essen bei Durchfall?

bauchwehbaby

Fassen wir nochmal kurz die wichtigsten erste Hilfe Maßnahmen bei Bauchschmerzen zusammen:

  • Wärmflasche

  • Bauchwehtee

  • Bauchmassage

  • Schonkost

Sollten sich die Beschwerden innerhalb eines Tages nicht verbessert haben, wirst du natürlich mit deinem Kind zum Arzt gehen!

Spitzwegerich – Plantago lanceolata

Sicher erkennen

Der Spitzwegerich ist eine häufig vorkommende Heilpflanze, wächst gerne an Wegrändern und auf Wiesen. Er kommt in ganz Europa, West- und Zentralasien vor.
Sehr charakteristisch sind die lanzettligen Blätter mit paralleler Nervatur. Sie bilden eine grundständige Blattrosette. Der Blütenstengel ist blattlos, kantig, mit einer unscheinbaren, bräunlichen Ähre.

Verwechslungsgefahr

Auch für ungeübte Pflanzensammler ist der Spitzwegerich durch seine einzigartige Blattform leicht zu erkennen. Der verwandte Breitwegerich hat – wie der Name schon verrät – breitere Blätter und eine ähnliche Wirkung.

Wirksame Bestandteile

Gesammelt werden die Blätter von Ende Mai bis August.

Inhaltsstoffe

Die wichtigsten heilkräftigen Inhaltstoffe sind Schleimstoffe, Iridoidglykoside (Aucubin), Glykoside (Verbascosid), Flavonoide, Polysaccharide, Phenolcarbonsäuren und Gerbstoffe. Weiters enthält der Spitzwegerich die Vitamine A, C, K, Eisen, Calcium, und Kieselsäure, er ist somit ein sehr wertvolles Kraut für die Wildkräuterküche.

Wirkungen

Innerlich: reizlindernd auf die Bronchien, hustenhemmend, entzündungswidrig, lungengewebsfestigend, immunstimulierend.
Äußerlich: antibakteriell, wundheilungsfördernd, adstringierend.

Anwendungsgebiete

Der Spitzwegerich ist eine altbekannte Heilpflanze und erfreut sich seit jeher höchsten Ansehens und fehlt daher in keinem guten Heilpflanzenbuch.

Innerliche Anwendung: Der Spitzwegerich zählt zu den bekanntesten Hustenkräutern und ist eines der besten Hustenmittel überhaupt. Er wird in Form von Tees oder Sirup bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Bronchitis, (Reiz-)Husten und Asthma empfohlen.

Äußerlich verwendet gehört der Spitzwegerich zu den berühmtesten „Erste Hilfe Kräutern“. Er wirkt wundheilungsfördernd, entzündungshemmend, zusammenziehend und wird bei Hautverletzungen, Insektenstichen, Sonnenbrand, leichten Verbrennungen – kurz zur ersten Wundversorgung – als Frischkräuterumschlag verwendet.

Zubereitung

  • Tee: für den Spitzwegerichtee werden die frisch gesammelten Blätter locker auf ein sauberes Tuch aufgelegt  und getrocknet. Man verwendet 1 TL der klein geschnittenen Kräuter auf eine Tasse Tee und lässt den Tee 5 Minuten ziehen.
  • Tipp: den Spitzwegerich am besten vor dem Trocknen schneiden! Die ganzen getrockneten Blätter sind sehr robust und lassen sich nur schwer schneiden.

  • Sirup: einen selbstgemachten Sirup für den Hausgebrauch bereite ich mit einer Hand voll frischer oder getrockneter Spitzwegerichblätter. Diese werden grob zerkleinert mit Wasser und Sirup im Verhältnis 1:2 aufgekocht. Den Sirup lasse ich noch ca. 15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln und zerkleinere anschließend nochmal alles mittels Pürierstab. Der fertige Sirup wird durch einen Kaffeefilter filtriert und in eine dunkle, dicht schließende Flasche abgefüllt.

  • Frischkräuterauflage: für die äußere Anwendung bei frischen Wunden oder Insektenstichen werden saubere, frische, angerissene Blätter oder der frisch ausgequetschte Pflanzensaft direkt auf die Wunde gelegt.

Verwendung in der Küche

In der Wildkräuterküche sind die Blätter des Spitzwegerichs eine beliebte Salatbeigabe, er wird zu Pesto verarbeitet,  dient als Beilage zu Gemüsegerichten oder Omeletten, sowie für Kräuteraufstriche.

Roh gegessen schmeckt der Spitzwegerich eher würzig krautig.

Mein Lieblingskochbuch zum Thema Wildkräuterküche ist „Meine wilde Pflanzenküche“ von Meret Bissegger. Hier findest du den Link zu ihrer Homepage.

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Wer bin ich? Heilpflanzen sicher erkennen

Heilpflanzen richtig sammeln und trocknen:

Literatur:

  1. Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde, Ursel Bühring, Haug, 4.Auflage 2014
  2. Pharmakognosie – Phytopharmazie, Hänsel-Sticher-Steinegger, Springer, 6. Auflage 1999
  3. Unsere Heilpflanzen, Hans Richer, Verlage der St. Josef Buchbrüderschaft Rosenheim, 1920
  4. Kräuter-Liesl, Liesl Malm, Bassermann, 2014
  5. Heilpflanzen Kompendium, Schaffner-Häfelfinger-Ernst, NaturBuchVerlag, 1996
  6. Gesundheit durch Heilkräuter, Richard Willfort, Rudolf Trauner Verlag, 1973
  7. Die Kräuterapotheke Gottes, Eva Aschenbrenner, Kosmos, 12.Auflage 2016
  8. Gesundheit aus der Apotheke Gottes, Maria Treben, Ennsthaler Verlag Steyr, 94. Auflage 2015
  9. Die Kräuterkunde des Paracelsus, Rippe – Madejsky, AT Verlag, 3. Auflage 2013
  10. Meine wilde Pflanzenküche, Meret Bissegger, AT Verlag, 2. Auflage 2011
  11. Essbare Wildpflanzen, Fleischhauer – Guthmann- Spielberger, AT Verlag, 10. Auflage 2011

Gute Stimmung für Zuhause

Quarantäne, Ausgangssprerre, social distancing – die besonderen Umstände dieser Tage stellen uns alle vor spezielle Herausforderungen! Auch wenn den meisten zum Glück körperlich nichts fehlt – ein bisschen Gute Laune zum Versprühen oder Baden schadet nicht!

Daher habe ich heute 2 stimmungsaufhellende, Lebensgeister weckende Mischungen vorbereitet: einen Raumspray als schnelle SOS Lösung und ein Rezept für ein Gute Laune Badesalz, für alle diejenigen, die gerne mal untertauchen.

„Lass die Sonne rein“ Raumspray

Ich fülle ein 30ml Fläschchen mit 70%igem Ethanol und tropfe die ätherischen Öle laut Rezept (siehe Bild unten) dazu. Die Mischung wird mit einem Sprühaufsatz verschlossen und fertig ist mein stimmungsaufhellender, aktivierender Raumduft! Dieser wird bei Bedarf in der frisch gelüfteten Wohnung versprüht. Die benötigten Zutaten bekommt ihr in der Apotheke vor Ort.

Lass die Sonne rein

Gute Laune Badesalz

Die Herstellung eines Badesalzes ist denkbar einfach und macht auch Kindern viel Spaß (Beschäftigung für zuhause)! Die Zutaten für das unten stehende Rezept bekommst du in deiner Apotheke.

Ein bisschen Text hinzufügen

DIY Badesalz Schritt für Schritt Anleitung

Das Meersalz gebe ich in eine große Schüssel und vermische es mit etwas Lebensmittelfarbe (eine Messerspitze reicht). Ich verwende Lebensmittelfarbe auf Zuckerbasis, welche auch zum Backen verwendet wird. Sie ist wasserlöslich, hinterlässt weder in der Badewanne, noch auf der Haut Farbrückstände. Für das gute Laune Bad nehme ich gerne gelb oder orange, beides fröhliche gute Laune Farben.

In eine kleine Schüssel gebe ich 2 EL Olivenöl (alternativ geht auch ein anderes pflegendes Öl, wie Aprikosenkern- oder Mandelöl. Je nachdem, was man gerade zur Hand hat). In dieses Öl werden nacheinander die ätherischen Öle (unbedingt echte ätherische Öle verwenden, keine naturidentischen oder Parfumöle!) eingetropft und mit dem fetten Öl vermischt.

Zum Schluss wird die Ölmischung mit den Duftölen sorgfältig mit dem Meersalz vermischt und in ein dicht schließendes Gefäß abgefüllt.

Die hergestellte Menge reicht für 2 stimmungsaufhellende orange Vollbäder.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen und weiterhin gute Stimmung zuhause!

 

 

 

 

 

 

Diagnose Reizdarm – Therapie keine?

Diagnose: Reizdarm

Therapie: keine

So und nicht anders lautete der Wortlaut in meinem Entlassungsschreiben aus dem Krankenhaus, nach einem zweitägigem Aufenthalt der zur Abklärung meiner schon lange bestehenden Beschwerden dienen sollte und fast mit einer Blinddarmoperation geendet hatte.

Aber alles der Reihe nach.

Reizdarm

Vor ca. 20 Jahren, in meiner Zeit als Studentin begannen meine Beschwerden, die später einmal als Reizdarm diagnostiziert werden sollten.
Unspezifische Verdauungsbeschwerden in Form von Blähungen, Verstopfungen und vor allem krampfartige Schmerzen plagten mich. Anfangs nur gelegentlich, später nach fast jeder Mahlzeit. Es gab nur noch wenige Speisen, die ich problemlos vertrug.

So landete ich nach Monaten schließlich im Krankenhaus, wo ausgiebige Untersuchungen (Endoskopie, Koloskopie, Ultraschall, Lactose- und Fruktoseintoleranztest) gemacht wurden. Alle Untersuchungen blieben ohne Befund, die Schmerzen – zu dieser Zeit schon dauerhaft und klar lokalisierbar unter dem Nabel – waren aber immer noch da.
Schließlich war man sich nicht einig. Bei der Visite war ich umrundet von Ärzten, die meinen Bauch abtasteten und immer wieder die selben Fragen stellten, aber offenbar nicht die richtigen Antworten bekamen. Ich wurde vorbereitet für eine Blinddarmoperation, die nach langem hin und her schließlich abgesagt wurde.
So wurde ich schlussendlich entlassen mit der Erklärung, dass es für meine Beschwerden keine feststellbare organische Ursache gäbe. Es wäre eine funktionelle Darmstörung. Im ausgehändigten Entlassungsschreiben las ich: Diagnose: Reizdarm, Therapie: keine.

Therapie keine!?

Diese Aussage traf mich wie ein Hammerschlag. Ich war zwar einerseits froh, dass keine „organischen Ursachen“ festgestellt werden konnten, andererseits stand ich vollkommen allein gelassen da. Ich hatte keine Perspektive, keine Idee oder Anleitung was zu tun wäre und wie ich diese ständigen krampfartigen Schmerzen loswerden könnte! Meine Schmerzen waren jetzt also nicht erklärbar, sie waren aber immer noch da und ich bildete sie mir definitiv nicht ein!

Schließlich kam ich zu einen Allgemeinmediziner mit einer Praxis für Ganzheitliche Medizin. Bei ihm führte ich unter Anleitung eine Fastenkur nach F.X. Mayr durch, bekam Akupunktur, Heublumenpackungen, Teemischungen und Tinkturen und meine Beschwerden wurden schnell besser, bis sie schließlich vollkommen abklangen.

Als nach ca. zwei Jahren die Beschwerden wieder begannen aufzukommen, machte ich erneut eine ärztlich betreute Fastenkur. Seitdem bin ich zwar nicht immer beschwerdefrei, aber ich kenne inzwischen eine ganze Reihe an Mitteln und Methoden zur Selbsthilfe.

In den letzten Jahren hat sich zum Glück für alle Betroffenen in Punkto Darmgesundheit sehr viel getan. Das Darmmikrobiom wird intensiv erforscht, Prä- und Probiotika sind unter anderem Dank  Giulia Enders und ihren Bestseller „Darm mit Charm“ einer breiten Öffentlichkeit ein Begriff. Das Thema Darmbeschwerden wurde enttabuisiert und vor allem ein Bewußtsein geschaffen, dass Blähungen, Verstopfung, Durchfälle und Schmerzen NICHT der Normalzustand sind und sehr wohl etwas dagegen unternommen werden kann.

Was ist ein Reizdarm?

Kurz gesagt spricht man beim Reizdarmsyndrom, aus RDS genannt, von einer Erkrankung des Verdauungstraktes, bei der die normale Funktion des Darmes gestört ist, ohne, dass eine organische Ursache feststellbar ist. Der Krankheitsverlauf kann sich von leichten bis schweren Formen erstrecken und die Betroffenen stark in ihrer Lebensqualität beeinträchtigen.

Typische Symptome sind:

  • Bauchschmerzen und -krämpfe, die sich oft nach Stuhlgang bessern
  • Durchfall und/oder
  • Verstopfung
  • Blähungen

Was sind die Ursachen?

Mehrere Faktoren spielen bei der Entstehung eines Reizdarmsyndroms eine Rolle. Einseitige ErnährungNahrungsmittelunverträglichkeiten und Stress werden häufig als Ursachen genannt. Inzwischen weiß man auch, dass eine Fehlbesiedelung der Darmflora eine große Rolle bei der Entwicklung eines RDS spielt. Diese kann wiederum durch unausgewogene Ernährung, Infekte im Magen-Darm Bereich oder Antibiotikabehandlung entstehen. Auch psychische Faktoren spielen eine Rolle: Stimmungsschwankungen, Nervosität, Angst oder Stress wirken sich direkt über die Darm-Hirn-Achse auf den Verdauungstrakt aus.

Therapie? Was rate ich Betroffenen?

Für ein Reizdarmsyndrom gibt es, wie erwähnt, viele verschiedene Ursachen und auch die Symptome sind je nach Patient unterschiedlich ausgeprägt. Das Ziel ist es Schmerzen zu reduzieren und langfristig die Darmtätigkeit zu normalisieren und die Lebensqualität zu steigern.

Kurzfristige Lösung:

Im Akutfall helfen je nach Beschwerden krampflösende und schmerzstillende Arzneimittel, Abführmittel oder Medikamente gegen Durchfall. Gerade bei einem Reizdarm, ist es jedoch besonders wichtig, langfristig zu denken!

Das rate ich Betroffenen:

  1. Führe einen Monat lang ein Ernährungstagebuch, in dem du notierst, was du gegessen hast und wann welche Beschwerden auftreten. Nicht Schummeln! Du führst dieses Tagebuch für dich selber um herauszufinden, ob deine Beschwerden in Zusammenhang mit bestimmten Lebensmitteln auftreten. Hier werden keine Kalorien gezählt, es geht vielmehr darum, einen Überblick über die eigenen Essgewohnheiten und eventuelle Zusammenhänge mit deinen Symptomen zu erkennen.
  2. Ärztliche Abklärung: bei länger dauernden Problemen in Magen-Darm Bereich ist eine schulmedizinische Untersuchung unerlässlich: Hausarzt/in oder Facharzt/in aufsuchen!
  3. Eine begleitete Fastenkur wirkt Wunder! Finde eine ÄrztIn oder DiätologIn in deiner Nähe, die dich bei deinem Vorhaben unterstützen. Aus persönlicher Erfahrung kann ich eine F.X. Mayer Kur oder die „Milde Ableitungsdiät“ sehr empfehlen.
  4. Wer langfristig seinen Reizdarm in Griff bekommen möchte, sollte unbedingt daran denken, seine Damflora aufzubauen! Sehr zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang das Produkt Omnibiotik Stress (unbezahlte Werbung) in Kombination mit Colibiogen (unbezahlte Werbung).  Colibiogen ist ein Schleimhauttherapeutikum mit enzündungshemmender Wirkung. Omni Biotic Stress ist ein Probiotikum mit 9 verschiedenen Bakterienstämmen welche die Immunzellen der Darmschleimhaut positiv verändern und Entzündungen reduzieren können. Bei akuten Symptomen empfehle ich Colibiogen 3x tägl. zu 5ml und Omni Biotic Stress 2x täglich einen Beutel über einen Zeitraum von 3 Monaten einzunehmen.  Ist Stress ein zusätzlicher Auslöser, dann unbedingt ein gutes B-Vitamin Präparat dazu kombinieren, zum Beispiel Burgerstein B50 oder Pure B-Complex. (unbezahlte Werbung)

Mehr Tipps zum Thema Darmgesundheit findest du in diesen Artikeln:

Bauchschmerzen bei Kindern

Haferschleimsuppe gegen Montagsbauchweh oder die unschlagbaren Vorteile der Carroat Supersoup

Darmfit in der Weihnachtszeit

Durchfall – und jetzt?

Was essen bei Durchfall?

 

 

 

Tolle Neuigkeiten!

In den letzten Monaten war es hier auf meinem Blog etwas ruhiger… der Grund lag darin, dass ich an einem neuen Projekt gearbeitet habe, das ich euch jetzt mit Stolz und großer Freude präsentieren kann:

yaelle fabelhafte kinderapotheke

Ich habe meine eigene Naturkosmetik Firma gegründet und 5 ganzheitliche Massageöle entwickelt!

5Massageöle

  • Die Öle enthalten zu 100% natürliche pflanzliche Zutaten, besonders gut verträgliche, pflegende, hochwertige Basisöle in Bioqualität und echte ätherische Öle.
  • Die Rezepturen habe ich nach den Erkenntnissen der Aromatherapie selbst zusammengestellt.
  • Das Besondere an den Massageölen von Yaelle sind die beigelegten Geschichten. Zu jedem Massageöl habe ich eine passende Fabel geschrieben, die die Wirkung des Öles auf mentaler Ebene unterstützt. Diese meditativen Gedankenreisen werden während der Anwendung des Massageöles vorgelesen.
  • Alle Produkte sind vegan.
  • Bei der Verpackung wurde auf Nachhaltigkeit geachtet und versucht Plastik soweit es geht zu vermeiden.
  • Alle Öle werden in liebevoller Handarbeit in kleinen Chargen hergestellt.

Find me on:     Instagram_AppIcon_Aug2017      fb_icon_325x325      @yaelle.at 

www.yaelle.at

Näheres über die einzelnen Massageöle und ihre dazugehörigen Gedankenreisen erfährt ihr in den nächsten Posts!

Ganzheitliche Massageöle für Kinder

 

Heuschnupfen – nein danke!

Der Frühling steht bereits in den Startlöchern, die letzten hartnäckigen Schneefelder schmelzen durch die wärmer werdenden Sonnenstrahlen dahin und die ersten Frühblüher sprießen. Des einen Freud – des anderen Leid: gerade das Stichwort Frühblüher ist bei einigen kein Anlass zur Freude – Hasel, Erle und Birke lösen bei vielen Pollenallergikern teils heftige allergische Reaktionen mit tränenden, geschwollenen Augen, Schnupfen, Niesreiz und Juckreiz aus.

Zu Beginn einige einfache Verhaltenstipps für Pollenallergiker die den Alltag erleichtern:

  • Halte die Fenster während der Pollenflugzeit untertags geschlossen und lüfte am besten abends nach 20:00 Uhr, dann ist die Pollenkonzentration in der Luft am geringsten.
  • Die Pollenbelastung im Schlafzimmer kannst du möglichst gering halten, indem du abends duschst und die Haare wäschst! Auch die getragene Kleidung ist voller Pollen, du solltest sie  im Schlafzimmer weder ausziehen, noch herumliegen lassen.
  • Wäsche während dieser Zeit nicht im Freien trocknen – die Pollen haften an der Kleidung an.
  • Verwende einen Pollenfilter für den Staubsauger und wechsle ihn regelmäßig.
  • Bei Wohnraum- und Autolüftungen Pollenfilter regelmäßig einmal pro Jahr wechseln.

Informationen über den Beginn der jeweiligen Allergiesaison liefern die jeweiligen Pollenwarndienste der Länder:

Österreich:

http://www.pollenwarndienst.at

Deutschland:

http://www.pollenstiftung.de/pollenvorhersage/

https://www.polleninfo.org/DE/gratis-pollen-app.html

Schweiz:

https://www.pollenundallergie.ch/infos-zu-pollen-und-allergien/polleninformationen/pollenprognose/?oid=1828&lang=de

Im folgenden stelle ich zwei Möglichkeiten vor, um auf natürliche Weise die lästigen Heuschnupfensymptome zu verringern:

Pollencremehonig

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Bei Pollenallergie bietet die Apitherapie eine gute Möglichkeit, das Immunsystem zu stärken und die Intensität der körperlichen Reaktionen zu reduzieren. Es handelt sich dabei um eine Art der Hyposensibilisierung, also Verringerung der Empfindlichkeit gegenüber der Pollen durch die Anhebung der Reizschwelle. Im Klartext: man nimmt bewusst kleine Mengen an Pollen ein und steigert vorsichtig die Dosierung. Dadurch wird das Immunsystem darauf „trainiert“, immer größere Mengen an Pollen zu tolerieren.

Achtung: vor allem zu Beginn der Einnahme können allergische Symptome hervorgerufen werden. Wer sehr stark allergisch reagiert, sollte vorsichtig mit sehr kleinen Mengen beginnen!

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Für die Herstellung eines Pollencremehonig braucht man:

  • Blütenhonig
  • Blütenpollen
  • Propolistinktur

Bitte unbedingt Blütenhonig, Pollen und Propolis vom heimischen Imker aus der Region beziehen! Für die optimale Wirkung auf das Immunsystem ist es wichtig, die heimischen Pollen, die spezifisch in deiner Region vorkommen einzunehmen. Die meisten Bienenprodukte die über den Handel erhältlich sind, sei es im Supermarkt, dem Reformhaus oder der Apotheke kommen aus allen Ecken der Welt, wenn überhaupt sich der Ursprung feststellen lässt. Abgesehen davon unterstützt du so nicht nur die regionalen Imker, sondern punktest auch noch bei der Ökobilanz 😉

Zubereitung des Pollencremehonigs:

Blütenhonig und Pollen im Verhältnis 1:1 vermischen. Wer möchte und Propolis verträgt, kann 5 Tropfen Propolistinktur zu dieser Mischung hinzufügen. In einer Reibschale werden Honig und Blütenpollen kräftig vermengt. Die getrockneten Blütenpollen sind anfangs etwas hart, lassen sich aber im Mörser leicht zerdrücken und mit dem Blütenhonig vermengen.

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Von dem so entstandenen Pollencremehonig nimmt man 1-2x täglich einen TL pur ein.

Vorsicht: Wer stark auf Pollen reagiert lässt die Propolistinktur vorerst weg und beginnt mit einem halben TL Pollencremehonig pro Tag! Wenn diese Menge gut vertragen wir, kann die Tagesdosis auf 1 TL täglich erhöht werden.

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Wann einnehmen?

Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn man den Pollencremehonig schon früh im Jahr beginnt einzunehmen. Vielerorts startet die Pollensaison witterungsbedingt schon im Februar und erreicht Ende April, Mai ihren Höhepunkt. Mindestens vier Wochen vor Beginn der Blütezeit der Pollen, auf die man reagiert, sollte mit der täglichen Einnahme des Pollencremehonigs begonnen werden.

Vitamine fürs Immunsystem

Eine weitere sehr gute Möglichkeit, Allergiesymptome zu verringern bietet die Einnahme von Vitaminen. Zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe haben eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem und einige wirken sogar selbst als Antihistaminikum, also antiallergisch. Im Zusammenhang mit Heuschnupfen, auch bekannt als allergische Rhinitis, sind in erster Linie die Vitamine C und D sowie der Mikronährstoff Zink für uns interessant.

  • Vitamin C: Die positive Wirkung von Vitamin C auf das Immunsystem ist allgemein bekannt, weniger bekannt ist, dass ein zu geringer Vitamin C Spiegel den Histaminspiegel erhöht, welcher wiederum allergische Symptome und Asthma verschlechtert. Vitamin C wirkt somit auch als natürliches Antihistaminikum, also antiallergisch. 
  • Vitamin D: steigert die Produktion körpereigener entzündungshemmender Substanzen.
  • Zink: wirkt immunregulierend, antihistaminisch

Super – und jetzt einfach Vitamin C, D und Zink einwerfen und alles ist gut? Ganz so einfach ist es leider nicht, denn wie Paracelsus schon sagte: “ Die Dosis macht das Gift“. Das ist keinesfalls übertrieben, leider kommt es gerade bei der Einnahme von Vitamin D immer wieder zu Überdosierungen, da nicht wenige offenbar der Meinung sind : „Viel hilft viel“ bzw. „Hilfts ned, schad´s nix“!

Gerade Vitamin D ist momentan im wahrsten Sinne „in aller Munde“, wobei es hier bei den Dosierungen große Unterschiede gibt. Hier empfehle ich, vor der Einnahme unbedingt den Vitamin D Status überprüfen zu lassen (Hausarzt)  und die Dosierung anhand der Laborergebnisse berechnen zu lassen (Apotheke)!

Daher ein Appell, der mir sehr am Herzen liegt: lass dich bezüglich Vitaminen vom Arzt/Ärztin, Apotheker/Apothekerin deines Vertrauen beraten und nehme nicht einfach IRGENDWAS IRGENDWIE!

Vitamine gibt es freilich nicht nur in Form von Brausetabletten und Kapseln, sondern vor allem in unseren Lebensmitteln!

Die besten Vitamin C Lieferanten sind:

  • Wildkräuter wie Bärlauch, Brennnessel, Löwenzahn, Melde, Sauerampfer, Brunnenkresse – DAS Superfood auf unseren heimischen Wiesen!
  • Sanddorn und Acerola
  • Brokkoli, Fenchel, Grünkohl, Salate, Paprika, Rosenkohl, Petersilie

Die besten Zink Lieferanten sind:

  • Nüsse (Cashew, Chia, Erdnuss, Kürbiskerne, Mohn, Sesam, Walnuss, Sonnenblumenkerne)
  • Getreide (Haferflocken, Wildreis)
  • Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen)

Vitamin D

kann unser Körper selbst herstellen. Dazu muss allerdings die UV-Intensität ausreichend hoch sein und mindestens einen Wert von 4 aufweisen, was vor allem in den Wintermonaten in unseren Breiten nicht der Fall ist. Den tagesaktuellen UV Index für deinen Wohnort, auch angegeben als UV Belastung findest du unter:

Österreich:

https://www.zamg.ac.at/cms/de/wetter/produkte-und-services/gesundheitswetter/prognose-uv-index

Deutschland:

http://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/uv-index/aktuell/aktuell_node.html

Schweiz:

http://www.meteocentrale.ch/de/wetter/freizeitwetter/uv-index.html


Ich hoffe, ich konnte abseits der gängigen Methoden zur Behandlung von Heuschnupfen einige Anregungen geben, wie du bereits vorbeugend dein Immunsystem stärken bzw. trainieren kannst, und die Intensität der allergischen Rhinitis reduzieren kannst.

Noch Fragen? Schreib mir  einen Kommentar, oder eine e-mail, ich beantworte sie gerne!

 

Sportlerfrühstück

Ein warmer Haferbrei ist nicht nur für Sportler ein optimalen Start in den Tag. Er hält lange satt, ist leicht verdaulich und enthält neben wichtigen Ballaststoffen für die Verdauung auch wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. So ist Hafer nicht nur eine reichhaltige Magnesiumquelle, er liefert weiters Kalium, Zink, Eisen, sowie Vitamin B1, B6 und Folsäure.

Mehr zu den positiven Effekten von Hafer auf die Gesundheit liest du unter Haferschleimsuppe gegen Montagsbauchweh oder die unschlagbaren Vorteile der Carroat Supersoup

Der altmodische Haferbrei hat es mittlerweile unter dem Decknamen „Porridge“ nicht nur unter Gesundheitsbewußten und Sportlern zu hoher Popularität geschafft, er ist sowohl zum Frühstück, als auch als Snack für Zwischendurch eine beliebte und vielfältig abwandelbare Mahlzeit.

Zutaten:haferbrei_natuerlichemagnesiumquelle

50g Haferflocken

1/2 Banane

2EL Naturjoghurt

2EL Himbeeren

1EL Mandeln oder Walnüsse

Honig

Kakao

Milch (ich verwende Kuhmilch, nach Geschmack kann auch gerne Nussmilch verwendet werden)

 

Zubereitung:

Die Haferflocken in der Milch aufkochen, auf kleiner Flamme unter Rühren weiterköcheln lassen bis die Masse breiig geworden ist.

Eine frische Banane in Scheiben schneiden oder zerdrücken, mit Joghurt, Mandeln und Himbeeren und dem Haferbrei vermischen. Zum Schluss mit Honig süßen und mit Kakao bestreuen.

1 Portion dieses Powerfrühstücks (berechnet laut der obigen Rezeptur) liefert 102 mg Magnesium und somit schon 1/3 der empfohlenen Tagesdosis!

 

  • Wie wirkt Magnesium?
  • Wie äußern sich Mangelerscheinungen?
  • Wodurch entsteht ein Mangel?
  • Wodurch ensteht ein erhöhter Bedarf an Magnesium?
  • Welche Lebensmittel sind gute Magnesiumlieferanten?
  • Wie kann ich Magnesium sinnvoll ergänzen?

Die Antworten auf diese Fragen findest du in diesem Artikel: Magnesium- das Energie-Mineral

  • Ist es überhaupt möglich, die im D-A-CH Referenzwert empfohlene tägliche Magnesiummenge ausschließlich über die Ernährung zu sich zu nehmen?
  • Sind Magnesiumpräparate sinnvoll, oder wie oft von Vitamingegnern behauptet wird, nur teurer Urin?
  • Ist eine Magnesiumsupplementierung für den Durchschittsbürger überhaupt notwendig?
  • Welche Nahrungsmittel sind besonders magnesiumhaltig und welche Gerichte liefern möglichst viel dieses wichtigen Mineralstoffes?

Die Antworten auf diese Fragen findest du im Artikel: Ausreichend mit Magnesium versorgt?

 

 

 

Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea)

Immunsystem stärken, Erkältungen verhindern, Antibiotikagebrauch verringern? Und das auch noch ganz natürlich mit purer Pflanzenkraft?

Das geht! Echinacea purpurea, der rote Sonnenhut, wird verwendet zur unterstützenden Behandlung und zur Vorbeugung von wiederkehrenden Infekten im Bereich der Atemwege. Der Rote Sonnenhut kann den Ausbruch einer Erkältung verhindern und reduziert im Falle einer Erkältung die Zahl der Krankentage! Bewährt hat sich auch die begleitende Anwendung von Echinacea bei Antibiotikabehandlungen.

Geschichte

Der Sonnenhut stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde in Europa erst Anfang des 20.Jahrhunderts bekannt. Traditionell wurde der rote Sonnenhut verwendet bei Verbrennungen, Schlangenbissen, Insektenstichen, Halsschmerzen sowie Erkältungen.

Sicher erkennen

Diese Heilpflanze ist in Europa nicht wildwachsend, aber eine unter Gärtnern sehr beliebte Zierpflanze. Charakteristisch sind die großen, purpurroten Zungenblüten und die stacheligen, an einen Igel erinnernden Röhrenblüten, die der Pflanze den aus dem griechischen stammenden botanischen Namen Echinacea (Echinos = Igel) bescherten. Der Sonnenhut blüht von Anfang August bis in den Herbst hinein und ist eine beliebte Insektenweide.

Wirksame Bestandteile

Zur Herstellung der Echinacea Tinktur wird die gesamte blühende Pflanze frisch verarbeitet, da die Wirkstoffe des Sonnenhutes durch Trocknen unwirksam werden.

Inhaltstoffe

Cichoriensäure, ätherische Öle, Polysaccharide, Polyacetylene, Flavonoide

Wirkungen

Der Rote Sonnenhut wirkt antiinfektiös, antiviral und steigert die unspezifische Abwehr. Äußerlich wirkt diese Heilpflanze wundheilungsfördernd und entzündungshemmend. Eine aktuelle Studie vom Mai 2018 hat folgende Wirkungen des Roten Sonnenhutes bestätigt:

  • Hilft zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen, Grippe und Erkrankungen der Atemwege
  • 33% Reduktion von Grippe, Erkältung und Erkrankungen der Atemwege*
  • 67% weniger Fiebertage*
  • 64% weniger Risiko für bakterielle Komplikationen wie Ohreninfektionen, Krupp, Lungenentzündung*
  • 73% weniger Antibiotikabedarf*

*Ogal M, Klein P, Schoop R. Echinacea for the Prevention of Respiratory Tract Infections in Children 4 – 12 years: A Randomized, Blind and Controlled Study. Sociéte Suisse de Pédiatrie (SSP, Poster), 24th May 2018, Lausanne, Switzerland.

Die Kommission E (=selbstständige, wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA) und des heutigen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Deutschland) bestätigt folgende Wirkungen:

  • Innerlich:  zur unterstützenden Behandlung rezidivierender Infekte im Bereich der Atemwege und der ableitenden Harnwege.
  • Äußerlich: bei schlecht heilenden, oberflächlichen Wunden.

Zubereitungen

Verwendet wird der Presssaft aus frischem Purpursonnenhutkraut, der in Form von Säften, Tropfen oder homöopathischen Zubereitungen in der Apotheke erhältlich ist.

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Die besten Hausmittel gegen Halsschmerzen

Die besten natuerlichen Heilmittel bei Halsschmerzen

Salbeitee

Salbeitee gehört in jede Hausapotheke! Salbei ist die Heilpflanze Nr. 1 bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, wirkt antibakteriell, hemmt das Wachstum von Pilzen, wirkt virustatisch. Aus 1TL fein geschnittenen frischen oder getrockneten Salbeiblättern bereitet man sich eine Tasse Tee, die man 10 Minuten ziehen lässt. Diesen Tee verwendet man mehrmals täglich zum Gurgeln.

Die

Propolis

Das natürliche Antibiotikum

Propolis, auch Kittharz genannt, ist ein von den Honigbienen produziertes Harz, welches vorwiegend im Winter zum Abdichten ihrer Beuten produziert wird. Es dient dazu, Ritzen und Spalten abzudichten und in den Stock eingeschleppte oder vorhandene Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen in ihrer Entwicklung zu hemmen oder abzutöten.

Propolis als Rohpropolis oder fertige Tinktur bekommt man am besten beim Imker vor Ort, oder in der Apotheke. Es hat einen sehr eigenen harzigen Geruch und schmeckt leicht bitter und harzig scharf.

Bei Halsschmerzen, beginnenden Infekten oder Mandelentzündung wird Propolis innerlich, in Form von Tropfen oder Lutschtabletten erfolgreich eingesetzt. Geschmacklich höchst eigenwillig, wirkt es nicht nur gegen Bakterien und Viren, sondern auch immunstimulierend.
Achtung: Pollenallergiker sollten Propolis mit Vorsicht verwenden, es kann allergische Reaktionen hervorrufen!

Halswickel

Halswickel sind ein wohltuendes schmerzlinderndes Hausmittel bei Halsschmerzen.
Je nachdem, ob Wärme oder Kälte als angenehm empfunden wird, legt man einen kühlenden (wärmeentziehenden) oder wärmenden Wickel an. Für die Entscheidung, welcher Wickel bei den aktuellen Beschwerden der Richtige ist, kann die Wahl der bevorzugten Getränke Aufschluss geben. Wer bei Halsschmerzen lieber zu kühlenden Getränken greift, wählt einen ebenfalls kühlenden Wickel. Wer lieber zu wärmenden Getränken greift, dem wird ein wärmender Wickel gut tun.

Für einen kühlenden Wickel eignen sich Topfen (Quark) oder Zitronenscheiben. Man streicht den Topfen (Quark) auf ein dünnes Baumwolltuch, faltet es , legt es sich um den Hals und befestigt das Ganze mit einem Schal oder Halstuch. Beim Zitronenwickel schneidet man Zitronenscheiben, legt diese in ein Baumwolltuch und befestigt den Wickel mit einem Halstuch.
Kühlende Wickel wirken abschwellend, schmerzlindernd, erfrischend.
Für einen warmen Wickel eignen sich auf Körpertemperatur erwärmte Öle, oder gekochte, gestampfte Kartoffel (Achtung, abkühlen lassen – Verbrennungsgefahr!), die auf ein Baumwolltuch aufgetragen und wieder mittels Schal oder Halstuch befestigt werden.

Ein tolles Buch zum Thema Wickel stammt von Ursula Uhlemeyr, Wickel &Co, Bärenstarke Hausmittel für Kinder. Hier der Link auf ihre Homepage.

Heiße Zitrone mit Ingwer und Honig

Die Heiße Zitrone ist ein schnell zubereitetes, wohlschmeckendes Hausmittel bei Halsschmerzen und beginnenden Erkältungen:

Zutaten:

  • frisch gepresster Saft einer halben Zitrone
  • etwas frisch geriebene Zitronenschale (unbehandelte Bio Zitrone!)
  • ein bis zwei Scheiben frisch geschnittener Ingwer
  • 1 EL Honig

Zubereitung:

Die Zubereitung ist denkbar einfach: Zitronensaft, geriebene Zitronenschalen und die Ingwerscheiben in eine Teetasse geben, mit siedendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Den Honig erst kurz vor dem Trinken hinzufügen, damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht zerstört werden.

So bereitet man ganz günstig, mit nur 4 Zutaten, die man vermutlich ohnehin zuhause hat (außer dem Ingwer vielleicht) ein Getränk mit einer 7-fachen (!) Wirkung gegen Erkältungsbeschwerden! Und das auch noch ganz natürlich!

Die ätherischen Öle der Zitronenschale wirken antibakteriell und antiviral, das Vitamin C aus dem Zitronensaft stärkt unser Immunsystem. Auch der Ingwer ist eine bewährte Heilpflanze gegen Erkältungskrankheiten: seine ätherischen Öle wirken antientzündlich, fiebersenkend, schweißtreibend und wärmend. Der Honig dient nicht nur als Süßungsmittel, er wirkt entzündungshemmend, antibiotisch und stärkt das Immunsystem.

Mit rein natürlichen Mitteln - 7fache Wirkung gegen Erkältung

Luftfeuchtigkeit

Gerade in den Wintermonaten bei Heizungsluft und trockenem, kalten Wetter sinkt die Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen unter den Komfortbereich. Achten Sie auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit von mind. 40%RH. Trockene Luft reizt die Schleimhäute, sie werden anfälliger für Infekte. Stellen sie sich einen Luftbefeuchter ins Schlafzimmer, oder hängen Sie feuchte Tücher auf.

Lutschbonbons

Lutschbonbons befeuchten die Schleimhäute, Wirkstoffe wie Salbei, Propolis, Honig wirken zusätzlich antibakteriell und entzündungshemmend.

Gehen sie zum Arzt,

  • wenn sich die Halsschmerzen nach 1-2 Tagen nicht bessern,
  • wenn die Halsschmerzen von starken Schluckbeschwerden, Fieber oder Atemnot begleitet sind.