Bauchschmerzen bei Kindern

Kindern fällt es noch schwer, Bauchschmerzen zu differenzieren und kategorisieren. So kann ein Bauchschmerz aus Hunger oft noch nicht von einem Bauchschmerz aufgrund von Verstopfung, Blähungen oder Durchfall unterschieden werden.

Folgende Punkte sollten zunächst abgeklärt werden:

  • Wann hat dein Kind das letzte Mal gegessen?
  • Was hat dein Kind zuletzt gegessen?
  • Hatte dein Kind heute schon Stuhlgang?
  • Welche Beschaffenheit hatte der Stuhlgang? Normal, Durchfall, hart?
  • Hat dein Kind Blähungen oder einen harten Bauch?

Das hilft:

Ganz unabhängig davon, was die Ursache für die Bauchschmerzen deines Kindes ist –  folgende Tipps bringen rasch Erleichterung:

  • Wärmflasche
  • krampflösender Bauchwehtee
  • Bauchmassage
  • Schonkost

Einen

Bauchwehtee für Kinder

mische ich mit folgenden Kräutern zu gleichen Teilen: Malvenblatt (Folium Malvae), Kamillenblüte (Matricariae flos), Gänsefingerkraut (Herba Anserinae), Fenchel (Fructus Foeniculi) und Pfefferminz (Folium Menthae).

Bauchwohltee

Malvenblatt schützt die Magenschleimhaut, Kamille wirkt entzündungshemmend, entblähend und krampflösend. Das Gänsefingerkraut als wichtige krampflösende Heilpflanze darf in dieser Mischung nicht fehlen. Abgerundet wird die Teemischung mit Fenchel und Pfefferminz, welche beide entblähend wirken und den Tee geschmacklich aufpeppen. Die Kräuter zu gleichen teilen mischen. 1 TL der Teemischung mit siedendem Wasser übergießen, 5 Min. ziehen und abkühlen lassen, ungesüßt oder mit Honig trinken.

 

Eine gute Ergänzung zur Wärmflasche und dem Tee ist eine

Bauchmassage,

für die ich mir ein krampflösendes Massageöl mit ätherischen Ölen mische. Dafür brauche ich folgende Zutaten:

  • 30 ml eines fetten Trägeröles z.B. Mandelöl, Aprikosenkernöl, ersatzweise kann auch ein Olivenöl aus der Küche verwendet werden.
  • eine Mischung aus echten ätherischen Ölen: Bei Bauchschmerzen eignen sich Basilikum, Fenchel, Kardamom, Kreuzkümmel, Koriander oder Lavendel. Als Kombination für ein Kindermassageöl empfehle ich Mandarine, Vanille oder Rose. Die Auswahl der ätherischen Öle ist natürlich auch Geschmacksache. Für die Mischung wähle ich 2-3 ätherische Öle aus, die in diesem Fall entkrampfend, entblähend und verdauungsfördernd wirken. Mandarine und Vanille oder Rose sind eine gute Ergänzung für ein Bauchwehöl für Kinder. Diese Öle wähle ich weniger wegen ihrer körperlichen sondern vielmehr wegen ihrer Wirkung auf die Psyche aus. Der weiche, sanfte Duft des roten Mandarinenöls wirkt entspannend und vermittelt Geborgenheit. Auch der Duft von Vanille vermittelt Wärme, wohlige Geborgenheit und wirkt auf psychischer Ebene angstlösend und stark stimmungsaufhellend.

Anwendung: Eine kleine Menge Massageöl in den Händen verteilen und mit leichtem Druck den Bauch massieren.

Vorsicht im Umgang mit ätherischen Ölen!

  1. Arbeite mit echten ätherischen Ölen, denn Duft ist nicht gleich Duft. Echte ätherische Öle sind zu unterscheiden von naturidentischen Ölen und Parfumölen, welche beide chemischen Ursprungs sind. Nur echte ätherische Öle werden aus Pflanzenmaterial gewonnen und enthalten sozusagen die „Seele“ der Pflanzen, das konzentrierte Extrakt der flüchtigen Bestandteile, welche in der Aromatherapie verwendet werden. Namhafte Firmen, die eine hohe Qualität liefern sind zum Beispiel Primavera, Taoasis oder Farfalla (unbezahlte Werbung).
  2. Achte auf die Dosierung! Ätherische Öle wirken einerseits über den Geruchssinn, andererseits über Haut und Schleimhäute. Bei Kindern sollten ätherische Öle daher bei Anwendung auf der Haut nicht pur, sondern immer verdünnt verwendet werden, da sie sowohl Atemwege, als auch die Haut reizen können. Meine Massageöle für Säuglinge enthalten daher 1% ätherische Öle, diejenigen für Kinder ab 3 Jahren bis zu 3%.

Yaëlle Bauchwohl Massageöl

Wer sich sein Massageöl nicht selber mischen will oder kann, dem möchte ich das von mir entwickelte und hergestellte Yaëlle fabelhafte Kinderapotheke Bauchwohl Massageöl empfehlen: es enthält echte ätherische Öle und hochwertiges pflanzliches Basisöl. Zusätzlich gibt es zu jedem Massageöl ein Extra: Passend zum Öl enthält das Set eine eigene Geschichte. Die Bauchwohl-Geschichte handelt vom Braunbären Bruno und wird während der Massage vorgelesen. Sie bietet sowohl eine Massageanleitung für den Vorlesenden und dient als meditative Gedankenreise, welche die manuelle Therapie auf mentaler Ebene unterstützt. Geeignet für Kinder ab drei Monaten.

Nähere Informationen zu den Yaelle Massageölen findest du unter hier geht´s zu Yaelle fabelhafte Kinderapotheke oder auf Instagram unter @yaelle.at

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Leidet dein Kind unter Bauchschmerzen, so sollte es möglichst leicht verdauliche

Schonkost

bekommen. Fettiges, Frittiertes oder Zuckerhaltiges kann die Schmerzen noch verstärken. Ideal sind leicht gedünstetes Gemüse wir Kartoffel oder Karotten, basische Gemüsesuppen wie Haferschleim- oder Grießsuppe.

Beispiele für Schonkost bei Bauchschmerzen findest du in diesen Blogposts:

Haferschleimsuppe gegen Montagsbauchweh oder die unschlagbaren Vorteile der Carroat Supersoup

Was essen bei Durchfall?

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Fassen wir nochmal kurz die wichtigsten erste Hilfe Maßnahmen bei Bauchschmerzen zusammen:

  • Wärmflasche

  • Bauchwehtee

  • Bauchmassage

  • Schonkost

Sollten sich die Beschwerden innerhalb eines Tages nicht verbessert haben, wirst du natürlich mit deinem Kind zum Arzt gehen!

Spitzwegerich – Plantago lanceolata

Sicher erkennen

Der Spitzwegerich ist eine häufig vorkommende Heilpflanze, wächst gerne an Wegrändern und auf Wiesen. Er kommt in ganz Europa, West- und Zentralasien vor.
Sehr charakteristisch sind die lanzettligen Blätter mit paralleler Nervatur. Sie bilden eine grundständige Blattrosette. Der Blütenstengel ist blattlos, kantig, mit einer unscheinbaren, bräunlichen Ähre.

Verwechslungsgefahr

Auch für ungeübte Pflanzensammler ist der Spitzwegerich durch seine einzigartige Blattform leicht zu erkennen. Der verwandte Breitwegerich hat – wie der Name schon verrät – breitere Blätter und eine ähnliche Wirkung.

Wirksame Bestandteile

Gesammelt werden die Blätter von Ende Mai bis August.

Inhaltsstoffe

Die wichtigsten heilkräftigen Inhaltstoffe sind Schleimstoffe, Iridoidglykoside (Aucubin), Glykoside (Verbascosid), Flavonoide, Polysaccharide, Phenolcarbonsäuren und Gerbstoffe. Weiters enthält der Spitzwegerich die Vitamine A, C, K, Eisen, Calcium, und Kieselsäure, er ist somit ein sehr wertvolles Kraut für die Wildkräuterküche.

Wirkungen

Innerlich: reizlindernd auf die Bronchien, hustenhemmend, entzündungswidrig, lungengewebsfestigend, immunstimulierend.
Äußerlich: antibakteriell, wundheilungsfördernd, adstringierend.

Anwendungsgebiete

Der Spitzwegerich ist eine altbekannte Heilpflanze und erfreut sich seit jeher höchsten Ansehens und fehlt daher in keinem guten Heilpflanzenbuch.

Innerliche Anwendung: Der Spitzwegerich zählt zu den bekanntesten Hustenkräutern und ist eines der besten Hustenmittel überhaupt. Er wird in Form von Tees oder Sirup bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Bronchitis, (Reiz-)Husten und Asthma empfohlen.

Äußerlich verwendet gehört der Spitzwegerich zu den berühmtesten „Erste Hilfe Kräutern“. Er wirkt wundheilungsfördernd, entzündungshemmend, zusammenziehend und wird bei Hautverletzungen, Insektenstichen, Sonnenbrand, leichten Verbrennungen – kurz zur ersten Wundversorgung – als Frischkräuterumschlag verwendet.

Zubereitung

  • Tee: für den Spitzwegerichtee werden die frisch gesammelten Blätter locker auf ein sauberes Tuch aufgelegt  und getrocknet. Man verwendet 1 TL der klein geschnittenen Kräuter auf eine Tasse Tee und lässt den Tee 5 Minuten ziehen.
  • Tipp: den Spitzwegerich am besten vor dem Trocknen schneiden! Die ganzen getrockneten Blätter sind sehr robust und lassen sich nur schwer schneiden.
  • Sirup: einen selbstgemachten Sirup für den Hausgebrauch bereite ich mit einer Hand voll frischer oder getrockneter Spitzwegerichblätter. Diese werden grob zerkleinert mit Wasser und Sirup im Verhältnis 1:2 aufgekocht. Den Sirup lasse ich noch ca. 15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln und zerkleinere anschließend nochmal alles mittels Pürierstab. Der fertige Sirup wird durch einen Kaffeefilter filtriert und in eine dunkle, dicht schließende Flasche abgefüllt.
  • Frischkräuterauflage: für die äußere Anwendung bei frischen Wunden oder Insektenstichen werden saubere, frische, angerissene Blätter oder der frisch ausgequetschte Pflanzensaft direkt auf die Wunde gelegt.

Verwendung in der Küche

In der Wildkräuterküche sind die Blätter des Spitzwegerichs eine beliebte Salatbeigabe, er wird zu Pesto verarbeitet,  dient als Beilage zu Gemüsegerichten oder Omeletten, sowie für Kräuteraufstriche.

Roh gegessen schmeckt der Spitzwegerich eher würzig krautig.

Mein Lieblingskochbuch zum Thema Wildkräuterküche ist „Meine wilde Pflanzenküche“ von Meret Bissegger. Hier findest du den Link zu ihrer Homepage.

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Wer bin ich? Heilpflanzen sicher erkennen

Heilpflanzen richtig sammeln und trocknen:

Literatur:

  1. Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde, Ursel Bühring, Haug, 4.Auflage 2014
  2. Pharmakognosie – Phytopharmazie, Hänsel-Sticher-Steinegger, Springer, 6. Auflage 1999
  3. Unsere Heilpflanzen, Hans Richer, Verlage der St. Josef Buchbrüderschaft Rosenheim, 1920
  4. Kräuter-Liesl, Liesl Malm, Bassermann, 2014
  5. Heilpflanzen Kompendium, Schaffner-Häfelfinger-Ernst, NaturBuchVerlag, 1996
  6. Gesundheit durch Heilkräuter, Richard Willfort, Rudolf Trauner Verlag, 1973
  7. Die Kräuterapotheke Gottes, Eva Aschenbrenner, Kosmos, 12.Auflage 2016
  8. Gesundheit aus der Apotheke Gottes, Maria Treben, Ennsthaler Verlag Steyr, 94. Auflage 2015
  9. Die Kräuterkunde des Paracelsus, Rippe – Madejsky, AT Verlag, 3. Auflage 2013
  10. Meine wilde Pflanzenküche, Meret Bissegger, AT Verlag, 2. Auflage 2011
  11. Essbare Wildpflanzen, Fleischhauer – Guthmann- Spielberger, AT Verlag, 10. Auflage 2011

Waldmeister – Asperula odorata

Lange gesucht, endlich gefunden und schließlich verbannt. Das ist die Kurzzusammenfassung meiner Begegnung mit dem Waldmeister.

Immer wieder las ich Rezepte von Waldmeisterbowle oder Waldmeistersirup, die ich gerne ausprobieren wollte. Dem Ganzen stand nur eines im Weg – ich konnte diese Pflanze jahrelang nicht finden! Dabei sind die Blätter des Waldmeisters in Form von 6-8 zähligen Blattquirlen recht auffällig, das weiß blühende Kraut ist leicht erkennbar.

Vor einigen Tagen ließ der Zufall mich unweit von Zuhause auf den Waldmeister stoßen! Voller Freude habe ich ihn zum Trocknen mitgenommen und war schon gespannt auf den ausgeprägten, wohligen Duft des Waldmeisters. Womit ich nicht gerechnet habe: der Waldmeister riecht intensiv nach Marzipan! Das heißt, er STINKT extrem nach Marzipan! Und ich hasse Marzipan! Es hat daher nicht lange gedauert und ich habe den Waldmeister aus meiner Küche – aus meiner Wohnung – aus meiner Heilkräutersammlung verbannt. Da bleibe ich lieber beim Holundersirup und harntreibende, beruhigende Heilpflanzen gibt es auch andere.

Waldmeister

Wirkungen

Der Waldmeister wird in der Schulmedizin nicht verwendet. Man findet ihn in alten Kräuterbüchern, wo er als harntreibend, beruhigend und blutreinigend beschrieben wird. Gerne wird er in Kombination mit Walderdbeere, Ehrenpreis und Johannisbeerblatt als Maitrank empfohlen.

Verwendung in der Küche

Nachdem ich ihn selber nicht probieren wollte, werde ich hier auch kein Rezept mit Waldmeister vorstellen. Wer ihn mag, trinkt den Waldmeister als Sirup oder Bowle.

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Heilpflanzen richtig sammeln und trocknen:

Wer bin ich? Heilpflanzen sicher erkennen

Literatur:

  1. Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde, Ursel Bühring, Haug, 4.Auflage 2014
  2. Unsere Heilpflanzen, Hans Richer, Verlage der St. Josef Buchbrüderschaft Rosenheim, 1920
  3. Gesundheit durch Heilkräuter, Richard Willfort, Rudolf Trauner Verlag, 1973
  4. Essbare Wildpflanzen, Fleischhauer – Guthmann- Spielberger, AT Verlag, 10. Auflage 2011

Löwenzahn – Taraxacum officinale

Gerade blüht er wieder auf unseren Feldern – der Löwenzahn! Jedes Kind kennt die Pusteblume, deren reife Samen sich eindrucksvoll mit dem Wind verbreiten. Was allerdings nicht jeder weiß: der Löwenzahn ist nicht nur eine gesunde essbare Wildpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze!

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Sicher erkennen

Den Namen Löwenzahn bekam diese altbekannte Heilpflanze aufgrund ihrer auffälligen gezackten Blätter. Diese wachen als grundständige Blattrosette und bilden hohle Stängel, die einen weißen Milchsaft enthalten. Die auffälligen gelben Blütenstände bestehen ausschließlich aus Zungenblüten. Die Wurzel des Löwenzahns ist bei Gärtnern sehr unbeliebt, da sie bis zu 2 Meter tief wurzeln, sehr schwer zu entfernen sind und immer wieder neu austreiben.

Löwenzahn wächst weit verbreitet auf meist stark gedüngten Wiesen und Weiden. Er ist allerdings sehr anpassungsfähig und wächst so gut wie überall, selbst auf sandigem Boden oder in Ritzen zwischen Asphalt.

Inhaltsstoffe

Der Löwenzahn enthält vorwiegend Bitterstoffe, weiters Vitamine und Mineralstoffe (besonders Kalium), sowie Triterpene und Schleimstoffe.

Wirkungen

Löwenzahn wirkt verdauungsfördernd, appetitanregend, stoffwechselanregend, gallensekretionsfördernd und harntreibend.

Anwendungsgebiete

In der Volksmedizin wird der Löwenzahn als Heilpflanze sehr geschätzt und vor allem im Rahmen einer reinigenden Frühjahrskur gegen eine Vielzahl von Beschwerden wärmstens empfohlen. Besonders hervorgehoben wird seine allgemeine Verbesserung der Stoffwechsellage sowie die hohe blutreinigende Wirkung. Löwenzahn wird gegen Beschwerden wie Gicht, Rheuma, Hautekzeme, Appetitlosigkeit, Darmträgheit, Störungen der Leber- und Gallentätigkeit und gegen Zuckerkrankeit empfohlen.

Besonders die Wurzel wurde geschätzt für ihre reinigende, schweißtreibende und stärkende Kraft. „Sie beeinflußt alle Ausscheidungen des Körpers, besonders der Galle, (…) wirkt schmerzlos harntreibend, und da sie die ermüdend wirkende Giftstoffe aus dem Körper entfernt, wirkt die Wurzel belebend und kräfigend„. [6]

Die Kommission E empfiehlt den Löwenzahn bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen. Weiters bei Störungen des Gallenflusses und zur Anregung der Diurese.

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Zubereitungen:

Blätter und Wurzel des Löwenzahns werden getrocknet als Tee verwendet und sind Bestandteile vieler sogenannter Bittertropfen, die gegen vielseitige Magen- Darmbeschwerden eingesetzt werden. Sehr bekannte Bittermittel, die Löwenzahn enthalten sind z.B. Montana Haustropfen, Schwedenbitter oder Amara Tropfen von Weleda.

Verwendung in der Küche:

In der Küche verwendet man die jungen, frischen, leicht bitter schmeckenden Blätter als Salat. Am besten mischt man eine Hand voll Löwenzahnblätter mit anderen grünen Blattsalaten z.B. Rucola oder Kopfsalat. Der pure Löwenzahnsalat ist etwas gewöhnungsbedürftig, sind doch die Blätter um einiges bissfester, um nicht zu sagen zäher, als man es vielleicht gewohnt ist.

Gerne werden auch die gelben Blütenköpfe zur Herstellung von Löwenzahnhonig verwendet.

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Heilpflanzen richtig sammeln und trocknen:

Literaturnachweis:

  1. Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde, Ursel Bühring, Haug, 4. Auflage 2014
  2. Pharmakognosie – Phytopharmazie, Hänsel-Sticher-Steinegger, Springer, 6. Auflage 1999
  3. Unsere Heilpflanzen, Hans Richer, Verlag der St. Josef Buchbrüderschaft Rosenheim, 1920
  4. Kräuter-Liesl, Liesl Malm, Bassermann, 2014
  5. Heilpflanzen Kompendium, Schaffner-Häfelfinger-Ernst, NaturBuchVerlag, 1996
  6. Gesundheit durch Heilkräuter, Richard Willfort, Rudolf Trauner Verlag, 1973
  7. Die Kräuterapotheke Gottes, Eva Aschenbrenner, Kosmos, 12.Auflage 2016
  8. Gesundheit aus der Apotheke Gottes, Maria Treben, Ennsthaler Verlag Steyr, 94. Auflage 2015
  9. Die Kräuterkunde des Paracelsus, Rippe – Madejsky, AT Verlag, 3. Auflage 2013
  10. Meine wilde Pflanzenküche, Meret Bissegger, AT Verlag, 2. Auflage 2011
  11. Essbare Wildpflanzen, Fleischhauer – Guthmann- Spielberger, AT Verlag, 10. Auflage 2011

Hirtentäschel – Capsella bursa-pastoris

Letztens habe ich bei unserem Bienenhaus eine neue Heilpflanze entdeckt! Das heißt sie wächst an dieser Stelle wahrscheinlich schon lange, nur haben wir dieses Jahr aufgrund der strengen Quarantäne- und Ausgangsbeschränkungen bis Mai die Wiese nicht gemäht und siehe da – direkt rund um unseren Sitzplatz unter den Fichten wächst Hirtentäschel!

Hirtentäschelstrauß

Sicher erkennen:

Das Hirtentäschel ist eine unscheinbare, genügsame Pflanze, die auch auf sandigem, wenig fruchtbarem Boden wächst. Weder Blätter noch Blüten sind besonders markant. Das Hirtentäschel hat eine grundständige Blattrosette und ist erkennbar an seinen herzförmigen Früchten, die unter den noch blühenden weißen Blüten zu sehen sind.

Inhaltsstoffe:

Flavonoide, Phenylcarbonsäuren, biogene Amine

Wirkungen:

Aufgrund seiner stark zusammenziehenden Wirkung gehört das Hirtentäschel zu den besten blutstillenden Heilpflanzen. Es wurde aufgrund seiner gefäßverengenden Eigenschaften in der Volksmedizin gegen Blutungen aller Art angewendet, so zum Beispiel bei Magenbluten, übermäßiger Periode, Gebärmutterblutungen oder Nasenbluten. Außerdem wurde ihm eine unvergleichliche fieberwidrige Eigenschaft zugesprochen.

Ähnlich wie die Mistel wurde das Hirtentäschel auch zu den kreislaufausgleichenden Heilpflanzen gezählt und wurde sowohl bei zu hohem, als auch zu niedrigem Blutdruck empfohlen.

Die Kommission E bestätigt die Wirkung bei: Nasenbluten (lokale innere Anwendung), oberflächliche, blutende Hautverletzungen (äußere Anwendung). Leichte Menorrhagie (=starke Regelblutung)

Anwendungsgebiete:

Oberflächliche,  blutende Hautverletzungen, Nasenbluten, Zahnfleischbluten

Zubereitungen:

Innerlich und äußerlich als Tee oder für Umschläge

Verwendung in der Küche:

Die Blüten und Samentaschen der mit dem Senf verwandten Pflanze eignen sich als würzige Zugabe zu Salaten.

Die würzen Blätter erinnern geschmacklich an Rucola und werden roh als Salat gegessen.

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Heilpflanzen richtig sammeln und trocknen:

Hirtentäschel

Literatur:

  1. Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde, Ursel Bühring, Haug, 4.Auflage 2014
  2. Kräutergold, Müller-Freywardt, Sotier, Hefele, Schwitzer, Buchverlag M Lassel, 1958
  3. Unsere Heilpflanzen, Hans Richer, Verlage der St. Josef Buchbrüderschaft Rosenheim, 1920
  4. Gesundheit durch Heilkräuter, Richard Willfort, Rudolf Trauner Verlag, 1973
  5. Die Kräuterapotheke Gottes, Eva Aschenbrenner, Kosmos, 12.Auflage 2016
  6. Gesundheit aus der Apotheke Gottes, Maria Treben, Ennsthaler Verlag Steyr, 94. Auflage 2015
  7. Die Kräuterkunde des Paracelsus, Rippe – Madejsky, AT Verlag, 3. Auflage 2013
  8. Lexikon der Frauenkräuter, Madejsky, 7. Auflage 2019
  9. Essbare Wildpflanzen, Fleischhauer – Guthmann- Spielberger, AT Verlag, 10. Auflage 2011

Schlüsselblume – Primula officinalis

Die Himmelschlüssel, wie wir sie nennen, sind eine meiner liebsten Frühlingsblumen. Ihr zarter Duft weckt Kindheitserinnerungen an Bergwiesen voller Schlüsselblumen.

 

Daß der heilige Petrus die Schlüssel zur Himmelspforte hat und niemand in den Himmel einläßt, der’s nicht verdient, weiß jedes Kind. Einmal wurde ihm gemeldet, einige Unholde hätten sich Nachschlüssel zur Himmelstür angefertigt. Das war nun freilich ein großer Schrecken! Und Petrus entsetzte sich so sehr, daß er in der ersten Aufregung sein Schlüsselbund zur Erde fallen ließ. Ein Engel mußte es wiederholen. An der Stelle aber, wo das Bund die Erde berührt hatte, entstand die Schlüsselblume. Sie ist zur Erinnerung an die Begebenheit geblieben, und man nennt sie Himmelschlüssel oder auch (in Tirol) Petersschlüssel. 

Literatur: Nach Franz Söhns, Unsere Pflanzen. 4. Aufl. S. 144. Vgl. Zingerle, Sitten, Bräuche und Meinungen des Tiroler Volkes. 2. Aufl. 1871. S. 110.

Sicher erkennen:

Schlüsselblumen gehören zu den ersten Frühlingsboten und blühen ab Ende März bis Mitte April. Sie wachsen auf Wiesen und an Waldrändern und sind durch ihre gelben, lieblich duftenden Blüten unverwechselbar. Die Pflanze bildet eine grundständige Blattrosette mit wellig gezähnten Blättern (siehe Foto unten rechts).

 

Wirksame Bestandteile:

Gesammelt werden die Blüten sowie die Wurzeln vor oder nach der Blütezeit.

Wirkungen:

Vor allem die Schlüsselblumenwurzeln enthalten sehr viele Saponine, welche hauptverantwortlich für die schleimlösende und auswurffördernde Wirkung sind. Sie lösen festsitzendes Sekret und werden verwendet bei Stirn- und Nasennebenhöhlentzündungen.

Wissenschaftlich bestätigt von der Kommission E wurde bisher ausschließlich die Anwendung gegen Katarrhe der Luftwege.

Ein sehr bekanntes Medikament mit Schlüsselblumenblüten (unter anderem) als wirksamen Bestandteil ist Sinupret von Bionorica (unbezahlte Werbung). Sinupret ist ein pflanzliches Arzneimittel zur Verflüssigung von Schleim bei akuter unkomplizierter Rhinosinusitis (Nasennebenhöhlen).

In alten Kräuterbüchern wird die Schlüsselblume außerdem in Verbindung mit anderen Heilpflanzen als blutreinigendes Mittel empfohlen. Pfarrer Kneipp empfahl die Schlüsselblume als Tee gegen „Gliedersucht und Gliederkrankheit“ (Rheuma und Gicht).
Weiters galt die Schlüsselblume als nervenanregendes und herzstärkendes Mittel, sie wurde verwendet gegen Migräne und nervöse Kopfschmerzen, bei nervösen Herzbeschwerden und Neigung zu Schlaganfall. Der Tee wurde als Schlafmittel verwendet.

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Heilpflanzen richtig sammeln und trocknen:

Wer bin ich? Heilpflanzen sicher erkennen

Literaturnachweis:

  1. Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde, Ursel Bühring, Haug, 4.Auflage 2014
  2. Pharmakognosie – Phytopharmazie, Hänsel-Sticher-Steinegger, Springer, 6. Auflage 1999
  3. Unsere Heilpflanzen, Hans Richer, Verlage der St. Josef Buchbrüderschaft Rosenheim, 1920
  4. Kräuter-Liesl, Liesl Malm, Bassermann, 2014
  5. Heilpflanzen Kompendium, Schaffner-Häfelfinger-Ernst, NaturBuchVerlag, 1996
  6. Gesundheit durch Heilkräuter, Richard Willfort, Rudolf Trauner Verlag, 1973
  7. Die Kräuterapotheke Gottes, Eva Aschenbrenner, Kosmos, 12.Auflage 2016
  8. Gesundheit aus der Apotheke Gottes, Maria Treben, Ennsthaler Verlag Steyr, 94. Auflage 2015
  9. Die Kräuterkunde des Paracelsus, Rippe – Madejsky, AT Verlag, 3. Auflage 2013
  10. Meine wilde Pflanzenküche, Meret Bissegger, AT Verlag, 2. Auflage 2011
  11. Essbare Wildpflanzen, Fleischhauer – Guthmann- Spielberger, AT Verlag, 10. Auflage 2011

 

Heideblütentee gegen Schlafstörungen und Depressionen – Fake News?

Modeerscheinungen und Trends gibt es natürlich auch in der Medizin. Speziell im Bereich der alternativen Medizin tauchen vor allem übers Internet die unglaublichsten Sensationsmeldungen über wundersame Heilerfolge auf. Exotische oder längst vergessenen Heilpflanzen aus sämtlichen Ecken der Welt werden gegen alle möglichen Krankheiten und Wehwehchen angepriesen und  helfen am besten „für oder gegen alles“.

Nicht nur, dass es bei der unglaublichen Informationsflut heutzutage für den einzelnen schier unmöglich ist, diverse Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, es werden leider auch viele Fake News aus dem Netz unkritisch übernommen, geteilt und automatisch für richtig gehalten, nach dem Motto: „das hab ich im Internet gelesen, also muss es richtig sein“. Und so kommt es leider immer häufiger zu Fehlanwendungen, unberechenbaren Wechselwirkungen oder schlicht und einfach zu keiner Wirkung – was dann aber wieder auch langjährig erprobte und bewährte alternative Therapierichtungen in Verruf bringt „alles Blödsinn, das hat mir überhaupt nicht geholfen“.

Vor kurzem wurde ich auf so eine „vergessene Heilpflanze“ aufmerksam gemacht: Heideblütentee gegen Schlafstörungen in der Schwangerschaft wurde bei uns in der Apotheke bestellt (…).

Heideblütentee…

Gemeint sind die frischen oder getrockneten Blüten von Heidekraut, auch bekannt unter dem Namen Erika. Lateinisch unter der Bezeichnung Flos Callunae bzw. Flos Erica zu finden.

Heilpflanzen gegen Schlafstörungen fallen mir auf Anhieb mindestens fünf verschiedene ein, von Heideblüten habe ich weder in meiner inzwischen 14-jährigen beruflichen Tätigkeit als Apothekerin noch im Studium gehört. Das allein mag vielleicht noch nichts heißen – man lernt schließlich nie aus. Ein erster Blick in meine sehr umfangreiche Sammlung an Heilpflanzenbüchern bestätigte allerdings meinen Zweifel. In sämtlichen Kräuterbüchern und Lehrbüchern zur Phytotherapie wird der Heidekrautblütentee lediglich von Margret Madejsky in „Die Kräuterkunde des Paracelsus“ in einem Satz erwähnt und als „mildes Sedativum bei Schlafstörungen und seelischen Verkrampfungen“ beschrieben.

Auch die Kommission E kommt zu folgendem Schluss: „Da die Wirksamkeit bei den beanspruchten Anwendungsgebieten nicht belegt ist, kann eine therapeutische Anwendung nicht befürwortet werden. Gegen die Verwendung als Schmuckdroge bestehen keine Bedenken.“

Frei Schnauze im Dialekt übersetzt: Hilft´s ned, schad´s nix“.

„Die Kommission E bezeichnet eine selbstständige, wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA) und des heutigen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Deutschland. Diese Kommission berät das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in der Regel bei der Zulassung von traditionellen Arzneimitteln und von Arzneimitteln der besonderen Therapierichtungen. “ Wikipedia

Noch wollte ich die Heideblüten allerdings nicht vom Tisch kehren: Ganz nach dem Motto „Probieren geht über studieren“ habe ich mir eine kleine Menge Flos Callunae bestellt und wollte die Wirkung im Selbstversuch testen. Dafür habe ich an drei verschiedenen Tagen eine Stunde vor dem Schlafengehen eine Tasse Heideblütentee getrunken.

Das Ergebnis meines Selbstversuches ist rasch erzählt: Ich habe weder schneller eingeschlafen, noch subjektiv besser, tiefer oder länger als normal geschlafen.

Fazit:

Für die Anwendung von Heideblütentee gegen Schlafstörugnen und nervöser Unruhe gibt es:

  • keine Positivmonographie der Kommission E
  • keine wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung
  • keine Erwähnung in modernen Phytotherapie Lehrbüchern
  • keine bekannte traditionelle Verwendung (in Österreich und Deutschland)
  • keine positiven persönlichen Erfahrungen meinerseits

Alternativen:

Gute, wissenschaftlich abgesicherte pflanzliche Alternativen bei Schlafstörungen und nervöser Unruhe sind:

  • Baldrian
  • Melisse
  • Hopfen
  • Passionsblume
  • Lavendel
  • Kamille

Sie alle werden einzeln oder gemischt als Tee, Tinktur, Kapseln oder Tabletten in allen möglichen Kombinationen angeboten, werden gut vertragen und helfen in leichten Fällen von Schlafstörungen auch zuverlässig.

Man kann in diesem Fall also gut und gerne auf etablierte Heilpflanzen mit gesicherter Wirkung zurückgreifen und somit sehe ich keinen Nutzen darin, Heidekrautblüten gegen Schlafstörungen zu verwenden.

 

 

Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea)

Immunsystem stärken, Erkältungen verhindern, Antibiotikagebrauch verringern? Und das auch noch ganz natürlich mit purer Pflanzenkraft?

Das geht! Echinacea purpurea, der rote Sonnenhut, wird verwendet zur unterstützenden Behandlung und zur Vorbeugung von wiederkehrenden Infekten im Bereich der Atemwege. Der Rote Sonnenhut kann den Ausbruch einer Erkältung verhindern und reduziert im Falle einer Erkältung die Zahl der Krankentage! Bewährt hat sich auch die begleitende Anwendung von Echinacea bei Antibiotikabehandlungen.

Geschichte

Der Sonnenhut stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde in Europa erst Anfang des 20.Jahrhunderts bekannt. Traditionell wurde der rote Sonnenhut verwendet bei Verbrennungen, Schlangenbissen, Insektenstichen, Halsschmerzen sowie Erkältungen.

Sicher erkennen

Diese Heilpflanze ist in Europa nicht wildwachsend, aber eine unter Gärtnern sehr beliebte Zierpflanze. Charakteristisch sind die großen, purpurroten Zungenblüten und die stacheligen, an einen Igel erinnernden Röhrenblüten, die der Pflanze den aus dem griechischen stammenden botanischen Namen Echinacea (Echinos = Igel) bescherten. Der Sonnenhut blüht von Anfang August bis in den Herbst hinein und ist eine beliebte Insektenweide.

Wirksame Bestandteile

Zur Herstellung der Echinacea Tinktur wird die gesamte blühende Pflanze frisch verarbeitet, da die Wirkstoffe des Sonnenhutes durch Trocknen unwirksam werden.

Inhaltstoffe

Cichoriensäure, ätherische Öle, Polysaccharide, Polyacetylene, Flavonoide

Wirkungen

Der Rote Sonnenhut wirkt antiinfektiös, antiviral und steigert die unspezifische Abwehr. Äußerlich wirkt diese Heilpflanze wundheilungsfördernd und entzündungshemmend. Eine aktuelle Studie vom Mai 2018 hat folgende Wirkungen des Roten Sonnenhutes bestätigt:

  • Hilft zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen, Grippe und Erkrankungen der Atemwege
  • 33% Reduktion von Grippe, Erkältung und Erkrankungen der Atemwege*
  • 67% weniger Fiebertage*
  • 64% weniger Risiko für bakterielle Komplikationen wie Ohreninfektionen, Krupp, Lungenentzündung*
  • 73% weniger Antibiotikabedarf*

*Ogal M, Klein P, Schoop R. Echinacea for the Prevention of Respiratory Tract Infections in Children 4 – 12 years: A Randomized, Blind and Controlled Study. Sociéte Suisse de Pédiatrie (SSP, Poster), 24th May 2018, Lausanne, Switzerland.

Die Kommission E (=selbstständige, wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA) und des heutigen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Deutschland) bestätigt folgende Wirkungen:

  • Innerlich:  zur unterstützenden Behandlung rezidivierender Infekte im Bereich der Atemwege und der ableitenden Harnwege.
  • Äußerlich: bei schlecht heilenden, oberflächlichen Wunden.

Zubereitungen

Verwendet wird der Presssaft aus frischem Purpursonnenhutkraut, der in Form von Säften, Tropfen oder homöopathischen Zubereitungen in der Apotheke erhältlich ist.

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Heilpflanzen richtig sammeln und trocknen:

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In einem inzwischen fast 100 Jahre alten Kräuterbuch habe ich folgende 10 Gebote für den Kräutersammler gefunden, die auch heute noch aktuell sind:

Weiterlesen „Heilpflanzen richtig sammeln und trocknen:“

Wer bin ich? Heilpflanzen sicher erkennen

Heilpflanzen unter der Lupe

Nicht alle Heilpflanzen sind auf den ersten Blick zweifelsfrei identifizierbar, einige (speziell in der Pflanzenfamilie der Apiaceae, deutsch Doldenblütler) haben auch giftige Doppelgänger, daher gilt: Sammle nur, was du sicher kennst! Und vor allem: empfehle und gib nur Pflanzen an dritte weiter, die du auch sicher kennst!

Gerade beim Thema „Essbare Wildpflanzen“ werden nicht selten haarsträubende Eintöpfe gebraut, die zwar im besten Fall „nur“ Bauchschmerzen verursachen, im schlimmsten Fall aber auch im Krankenhaus  enden können.

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Für Einsteiger bieten sich folgende Möglichkeiten sich mit Heil- bzw. Wildpflanzen vertraut zu machen:

  • geführte Kräuterwanderung
  • Bestimmungsbücher
  • Besuch eines Botanischen Gartens oder Kräutergartens
  • Internet (siehe unten bei den Links)

Im Zweifelsfall gilt: Stehen lassen!

Weiterführende Tipps und Links:

Kräuterwanderungen:

hier auszugsweise einige Ideen:

Blühendes Österreich Kräuterwanderungen

Blog Tirol Kräuterwanderungen

Sonnentor – Kräuterwanderungen rund um Wien

Bergheim bei Salzburg Kräuterwanderungen

FräuleinGrün Kräuterwanderungen Salzburg

Bestimmungsbücher:

Für den Einsteiger sehr gut geeignet sind die verschiedenen Bestimmungsbücher vom Kosmos Verlag. Im Buchhandel der Wahl findet man je nach Geschmack Bestimmungsbücher mit Farbfotografien oder gezeichneten Pflanzenbildern. Am besten man vergleicht verschiedene Bücher untereinander und findet dasjenige, mit welchem man am besten zurecht kommt.

Hier findet ihr eine Linksammlung zu botanischen Gärten und Kräutergärten: 

Wikipedia Liste Botanischer Gärten Europa

Liste der Botanischen Gärten Deutschlands

Hortipedium Liste Kräuter- und Schaugärten

Botanischer Garten Wien

Botanischer Garten Innsbruck

Botanischer Garten Linz

Botanischer Garten Salzburg

HildegardGarten Tirol

Weleda Erlebniszentrum

Achillea Heilpflanzengarten

Heilpflanzengarten Bad Wörishofen

Interessante Links zum Thema Heilkräuter, Wildkräuter:

Essbare Wildpflanzen

Meretbissegger

FreiburgerHeilpflanzenschule