Mein Sohn hat ein neues Hobby oder wie man Schürfwunden richtig versorgt

Mein inzwischen neunjähriger Sohn hat ein neues Hobby: Parkour. Wahrscheinlich sollte ich sogar froh darüber sein, schließlich betreibt er Sport an der frischen Luft mit realen Freunden und sitzt nicht den ganzen Tag vor irgendeinem Elektrogerät und schaut Youtube, Netflix oder spielt Computerspiele. Der Nachteil: das Verletzungsrisiko ist deutlich höher als beim Lümmeln auf der Couch.

Also wie man es heute als Kind auch macht, den Erwachsenen kann man es wieder nie recht machen! Da geht man endlich raus ins Freie und lungert nicht die ganze Zeit in seinem Zimmer herum, dann wird man schon wieder von allen Seiten geschimpft, dass man nicht auf die Tiefgarageneinfahrt, Zäune, Mauern oder den Müllraum klettern soll. Alles viel zu gefährlich und kaputt wird außerdem auch alles – und was da alles passieren kann!

Parkour – für alle deren Kinder noch nicht mit dem Virus infiziert wurden – ist die „Kunst der effizienten Fortbewegung“ um möglichst schnell und direkt von einem Punkt zum anderen zu gelangen. Der Parkourläufer bestimmt seinen eigenen Weg durch den urbanen oder natürlichen Raum. Soweit die Theorie. Der Interpretationsspielraum ist breit, im Falle meines Sohnes heißt das „es wird überall hinaufgeklettert, die ganze Stadt ist ein Spielplatz“

Für mich bedeutet es: ich brauche ab jetzt jede Menge Verbandsmaterial und kenne mich mit Schürfwunden und blauen Flecken bestens aus!

Verbandsmaterial

Das 1×1 der Wundversorgung:

1. Wunde reinigen und desinfizieren:

Ich verwende dafür Acerbine oder Octenisept Wundspray (unbezahlte Werbung), er ist farblos und brennt nicht auf der Wunde.

2. Wundheilcreme auftragen:

Sehr gut bewährt hat sich bei Schürfwunden Medihoney oder Acerbine Salbe (unbezahlte Werbung).

Medihoney enthält medizinischen Manuka Honig. Dieser wirkt sehr gut wundheilend und entzündungshemmend. Im Pflegebereich wird er sehr erfolgreich bei schlecht heilenden Wunden z.B. bei Dekubituspatienten verwendet. Nachteil: Der Medihoney ist klebrig, nach dem Auftragen braucht man daher auf jeden Fall ein Pflaster oder einen Wundverband zum Abdecken.

Bei Wunden mit sehr trockenen Wundrändern verwende ich gerne Acerbine Salbe oder meine selbst gemachte Ringelblumencreme.

3. Verband oder Pflaster anlegen:

Je nach Größe der Schürfwunde verwende ich Leukomed Pflaster (unbezahlte Werbung) oder Mesoft Vliessstoffkompressen (unbezahlte Werbung), die ich mit einer kohäsiven (selbsthaftenden) Fixierbinde befestige.

Die Leukomed Pflaster gibt es in verschiedenen Größen, sie kleben rund um die Wundauflage, die Wunde ist somit bestens geschützt. Falls nötig gibt es die Pflaster auch wasserfest.

Die Vliessstoffkompressen von Mesoft haben sind weich, gut saugfähig und verkleben weniger mit der Wunde als gewöhnliche Wundkompressen.

Blaue Flecke

Gegen die blauen Flecken hilft Traumeel Salbe (schon wieder unbezahlte Werbung) und Arnica Globuli C30, 1x tägl. 5 St.

Ein Blick in meinen Verbandskasten:

Verbandsmaterial1

Schürfwunde

Ich packe meinen Koffer und nehme …

eine REISEAPOTHEKE mit!

Während die einen nur das Notwendigste mitnehmen, andere überhaupt nicht daran denken, ist meine Reiseapotheke erwartungsgemäß immer ziemlich großzügig bestückt. Nicht, weil wir eine Familie aus Hypochondern oder übervorsichtige Eltern sind – so wie ein Handwerker seine Werkzeugkiste, hat jede Apothekerin die ich kenne zuhause und auf Reisen immer einen ganzes Arsenal an Mittelchen für sämtliche Eventualitäten dabei.

Das Kofferpacken beginnt mit einer Bestandsaufnahme meiner Hausapotheke und einer Liste:

ReiseapothekeListe

Ohropax (unbezahlte Werbung), falls sich jemand wundert – nehme ich immer für Flugreisen mit, das schont die Nerven…
Fertig gepackt sieht meine Reiseapotheke dann folgendermaßen aus:
Reiseapoinsta

So schlimm ist es eigentlich gar nicht….

 

 

 

 

 

 

Bienenstich – was nun?

Sommer – Sonne – Sonnenschein. Die Ferienzeit riecht nach Sonnencreme, Pommes im Schwimmbad, Luftmatratze am Badesee oder gegrilltem Fleisch. Barfußlaufen ist angesagt, Socken, Strümpfe und feste Schuhe sind ganz nach hinten in den Kleiderschrank gewandert. Gerade auf dem Weg ins kühle Nass passiert es schnell – zack – eine fleißige Honigbiene auf dem Weg von Kleeblüte zu Kleeblüte übersehen! EIN BIENENSTICH!!

Bienenstich_was nun.png

Bienenstich – was nun?

1. Stachel schnellstmöglich entfernen.

Ganz unkompliziert am besten mit den Fingern herausziehen.

Hintergrund: Beim Stich einer Honigbiene bleibt der Stachel aufgrund der Widerhaken in der Haut stecken. Fliegt die Biene davon, reißt sie sich das Stechorgan inklusive Giftdrüse aus dem Hinterleib. Verbleibt der Stachel in der Haut, wird weiter Gift in den Körper gepumpt.

Beim Wespenstich verbleibt kein Stachel in der Haut, sie besitzt einen glatten Stachel und kann mehrmals hintereinander stechen.

2. Kühlen

Egal ob nun eine Biene oder eine Wespe gestochen hat – den Stich möglichst schnell kühlen. Vorzusgsweise mit kaltem Wasser oder Eis falls erhältlich, notfalls ist hier etwas Improvisationstalent gefragt.

3. After Bite

Glücklich, wer schnell einen After Bite Stift zur Hand hat (unbezahlte Werbung). Er gehört für mich in jede Badetasche. Der enthaltene Wirkstoff zerstört die Eiweißstruktur des Bienengiftes und verhindert ein Anschwellen des Stiches.

Als Imkerin bin ich mit Bienenstichen bestens vertraut, daher gehört  der After Bite Stift unbedingt zur erste Hilfe Ausrüstung in unserem Bienenhaus. Ich habe damit die besten Erfahrungen gemacht: unbehandelt schwellen Bienenstiche bei mir sehr stark an, nach der Behandlung mit dem After Bite sieht ein Bienenstich nur mehr aus wie ein gewöhnlicher Mückenstich. Keine Schwellung, kein Schmerz.

4. Apis mellifera Globuli

Auch sie gehören für mich in ein Notfallset gegen Bienenstiche. Apis mellifera C30 Globuli wirken bei Stichen, die schnell rötlich anschwellen, brennende, stechende Schmerzen verursachen und sich durch Kälte bessern.

Dosierung: 1x tägl. 5 Globuli.

Bienenstich_dasgerhörtindieBadetasche

Vitamin C

Vitamin C ist wohl das bekannteste Vitamin, vom Orangensaft über die Frühstücksflocken wird die Ascorbinsäure schon vielen Lebensmitteln künstlich zugesetzt. Doch wusstest du, dass nicht Orangen sondern Wildkräuter wie Brennnesseln die reichhaltigsten Vitamin C Lieferanten sind und die Ascorbinsäure neben der Wirkung aufs Immunsystem auch eine wesentliche Rolle bei der Bildung des Bindegewebes spielt, antiallergisch wirkt und als wichtiges Antioxidans vorbeugend gegen Krebs wirkt?

Vitamin C:

  • erhöht die Abwehrkräfte gegen Infektionen
  • ist ein wichtiges Antioxidans und schützt Zellen und Körpersubstanzen vor freien Radikalen.
  • begünstigt die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung
  • spielt eine wichtige Rolle bei der Kontrolle des Histaminspiegels und somit bei der Entstehung von Allergien und Asthma
  • erhöht den Abbau und die Ausscheidung von Cholesterin im Körper und wirkt so vorbeugend gegen Verkalkung der Herzgefäße
  • kann die Heilung von Wunden beschleunigen
  • reduziert Zahnfleischentzündungen

Wodurch entsteht ein vermehrter Bedarf?

  • Stress: erhöht den Bedarf an Vitamin C
  • Rauchen verdoppelt den Bedarf an Vitamin C!
  • Medikamente wie Aspirin, „die Pille“ oder entwässernde Medikamente, sogenannte Diuretika, verbrauchen viel Vitamin C.
  • Zufuhrmangel: eine Vitamin C arme Ernährung (wenig oder gar kein Obst und Gemüse), kann in nur 1-2 Wochen zu einem Mangelzustand führen!

Mangelerscheinungen:

  • entzündetes Zahnfleisch,
  • verminderte Wundheilung,
  • erhöhte Infektanfälligkeit,
  • Schwäche,
  • Müdigkeit,
  • ein lange bestehender Vitamin C Mangel kann das Risiko an Krebs, Herzerkrankungen, oder Arthritis zu erkranken sowie das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden erhöhen.

Zufuhrempfehlungen:

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt folgende tägliche Vitamin C Mengen für den Gesunden:

D-A-C Referenzwerte für die tägliche Vitamin C Zufuhr
Frauen ab 19 Jahren 110mg/ Tag
Männer ab 19 Jahren 95mg/ Tag
Schwangere 105mg/ Tag
Stillende 125mg/ Tag

Lebensmittel mit hohem Vitamin C Anteil:

Orangen und Zitronen enthalten Vitamin C, das haben wir bereits aus der Werbung gelernt. Sie sind jedoch nicht die reichsten Vitamin C Quellen! Vor allem unsere heimischen Wildgemüse und Wildkräuter strotzen vor Vitamin C, allen voran die Brennnessel, gefolgt von Löwenzahn, Sauerampfer, Melde, Bärlauch oder Brunnenkresse.
Unter den Beeren sind die Vitamin C Bomben die Acaibeere und der Sanddorn.

Wie schon im Blogpost über Magnesium stellt sich nun die Frage:

Ist es überhaupt möglich, die im D-A-CH Referenzwert empfohlene tägliche Menge an Vitamin C ausschließlich über die Ernährung zu sich zu nehmen?

In der folgenden Tabelle habe ich einige gute Vitamin C Lieferanten zusammengestellt. Nachdem die reinen Zahlen über den Gehalt an Vitamin C für sich nicht so aussagekräftig sind – denn wer kann sich schon vorstellen, wieviel 100g Erdbeeren oder Brennnesseln sind, habe ich die beliebtesten Vitamin C haltigen Obst und Gemüsesorten noch bildlich veranschaulicht.

Vitamin C Quellen Gehalt in 100g Erforderliche Menge, um den Tagesbedarf von 110mg zu decken
Brennnessel 330mg 33g,
Brokkoli 95mg 115,78g
Paprika rot 140mg 78,57g
Kartoffel gekocht 15mg 733g
Bärlauch 150mg 73g
Acerola 1700mg (!) 5,5g
Erdbeeren 55mg 199g
Johannisbeeren schwarz 175mg 62,8g
Orange 45mg 234g
Sanddornbeersaft 265mg 41g
Zitrone 50mg 220g

Wie die unteren Bilder anschaulich zeigen, kannst du deinen täglichen Bedarf an Vitamin C sehr einfach ausschließlich über die Ernährung decken – und das schon zum Frühstück! Schon eine halbe Paprika (am besten roh gegessen), oder 1 Orange und du hast deine tägliche Portion Vitamin C rein über die Ernährung gedeckt!

VitaminC Tagesbedarf

VitaminCErdbeeren-01

Wer also täglich frisches Obst und rohes Gemüse isst, deckt locker seinen Bedarf an  Vitamin C und kann sich Nahrungsergänzungen in Form von Brausetabletten oder Kapseln sparen.

Ein einfaches Beispiel für ein Vitamin C haltiges Frühstück ist Naturjoghurt mit frischen Früchten. Am besten saisonales Obst mit möglichst kurzen Transportwegen wählen, das schont nicht nur die Umwelt, sondern schlägt auch auf deinem Vitaminkonto zu Buche. Je reifer die Früchte werden dürfen, und je kürzer Lagerungszeit und Transportwege, desto größer der Vitamingehalt!

Vitamin C_ Ess ich zum Frühstück!

Fassen wir nochmal zusammen:

Kann ich meinen Vitamin C Bedarf über die Ernährung decken?

Ja!

Wo ist Vitamin C enthalten?

Vor allem in frischen Früchten und Gemüse!

 

Wie deckst du deinen Vitamin C Bedarf? Isst du lieber Obst und Gemüse, oder greifst du lieber zu Nahrungsergänzungsmitteln?

 

 

 

 

Heuschnupfen – nein danke!

Der Frühling steht bereits in den Startlöchern, die letzten hartnäckigen Schneefelder schmelzen durch die wärmer werdenden Sonnenstrahlen dahin und die ersten Frühblüher sprießen. Des einen Freud – des anderen Leid: gerade das Stichwort Frühblüher ist bei einigen kein Anlass zur Freude – Hasel, Erle und Birke lösen bei vielen Pollenallergikern teils heftige allergische Reaktionen mit tränenden, geschwollenen Augen, Schnupfen, Niesreiz und Juckreiz aus.

Zu Beginn einige einfache Verhaltenstipps für Pollenallergiker die den Alltag erleichtern:

  • Halte die Fenster während der Pollenflugzeit untertags geschlossen und lüfte am besten abends nach 20:00 Uhr, dann ist die Pollenkonzentration in der Luft am geringsten.
  • Die Pollenbelastung im Schlafzimmer kannst du möglichst gering halten, indem du abends duschst und die Haare wäschst! Auch die getragene Kleidung ist voller Pollen, du solltest sie  im Schlafzimmer weder ausziehen, noch herumliegen lassen.
  • Wäsche während dieser Zeit nicht im Freien trocknen – die Pollen haften an der Kleidung an.
  • Verwende einen Pollenfilter für den Staubsauger und wechsle ihn regelmäßig.
  • Bei Wohnraum- und Autolüftungen Pollenfilter regelmäßig einmal pro Jahr wechseln.

Informationen über den Beginn der jeweiligen Allergiesaison liefern die jeweiligen Pollenwarndienste der Länder:

Österreich:

www.pollenwarndienst.at

Deutschland:

http://www.pollenstiftung.de/pollenvorhersage/

https://www.polleninfo.org/DE/gratis-pollen-app.html

Schweiz:

https://www.pollenundallergie.ch/infos-zu-pollen-und-allergien/polleninformationen/pollenprognose/?oid=1828&lang=de

Im folgenden stelle ich zwei Möglichkeiten vor, um auf natürliche Weise die lästigen Heuschnupfensymptome zu verringern:

Pollencremehonig

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Bei Pollenallergie bietet die Apitherapie eine gute Möglichkeit, das Immunsystem zu stärken und die Intensität der körperlichen Reaktionen zu reduzieren. Es handelt sich dabei um eine Art der Hyposensibilisierung, also Verringerung der Empfindlichkeit gegenüber der Pollen durch die Anhebung der Reizschwelle. Im Klartext: man nimmt bewusst kleine Mengen an Pollen ein und steigert vorsichtig die Dosierung. Dadurch wird das Immunsystem darauf „trainiert“, immer größere Mengen an Pollen zu tolerieren.

Achtung: vor allem zu Beginn der Einnahme können allergische Symptome hervorgerufen werden. Wer sehr stark allergisch reagiert, sollte vorsichtig mit sehr kleinen Mengen beginnen!

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Für die Herstellung eines Pollencremehonig braucht man:

  • Blütenhonig
  • Blütenpollen
  • Propolistinktur

Bitte unbedingt Blütenhonig, Pollen und Propolis vom heimischen Imker aus der Region beziehen! Für die optimale Wirkung auf das Immunsystem ist es wichtig, die heimischen Pollen, die spezifisch in deiner Region vorkommen einzunehmen. Die meisten Bienenprodukte die über den Handel erhältlich sind, sei es im Supermarkt, dem Reformhaus oder der Apotheke kommen aus allen Ecken der Welt, wenn überhaupt sich der Ursprung feststellen lässt. Abgesehen davon unterstützt du so nicht nur die regionalen Imker, sondern punktest auch noch bei der Ökobilanz 😉

Zubereitung des Pollencremehonigs:

Blütenhonig und Pollen im Verhältnis 1:1 vermischen. Wer möchte und Propolis verträgt, kann 5 Tropfen Propolistinktur zu dieser Mischung hinzufügen. In einer Reibschale werden Honig und Blütenpollen kräftig vermengt. Die getrockneten Blütenpollen sind anfangs etwas hart, lassen sich aber im Mörser leicht zerdrücken und mit dem Blütenhonig vermengen.

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Von dem so entstandenen Pollencremehonig nimmt man 1-2x täglich einen TL pur ein.

Vorsicht: Wer stark auf Pollen reagiert lässt die Propolistinktur vorerst weg und beginnt mit einem halben TL Pollencremehonig pro Tag! Wenn diese Menge gut vertragen wir, kann die Tagesdosis auf 1 TL täglich erhöht werden.

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Wann einnehmen?

Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn man den Pollencremehonig schon früh im Jahr beginnt einzunehmen. Vielerorts startet die Pollensaison witterungsbedingt schon im Februar und erreicht Ende April, Mai ihren Höhepunkt. Mindestens vier Wochen vor Beginn der Blütezeit der Pollen, auf die man reagiert, sollte mit der täglichen Einnahme des Pollencremehonigs begonnen werden.

Vitamine fürs Immunsystem

Eine weitere sehr gute Möglichkeit, Allergiesymptome zu verringern bietet die Einnahme von Vitaminen. Zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe haben eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem und einige wirken sogar selbst als Antihistaminikum, also antiallergisch. Im Zusammenhang mit Heuschnupfen, auch bekannt als allergische Rhinitis, sind in erster Linie die Vitamine C und D sowie der Mikronährstoff Zink für uns interessant.

  • Vitamin C: Die positive Wirkung von Vitamin C auf das Immunsystem ist allgemein bekannt, weniger bekannt ist, dass ein zu geringer Vitamin C Spiegel den Histaminspiegel erhöht, welcher wiederum allergische Symptome und Asthma verschlechtert. Vitamin C wirkt somit auch als natürliches Antihistaminikum, also antiallergisch. 
  • Vitamin D: steigert die Produktion körpereigener entzündungshemmender Substanzen.
  • Zink: wirkt immunregulierend, antihistaminisch

Super – und jetzt einfach Vitamin C, D und Zink einwerfen und alles ist gut? Ganz so einfach ist es leider nicht, denn wie Paracelsus schon sagte: “ Die Dosis macht das Gift“. Das ist keinesfalls übertrieben, leider kommt es gerade bei der Einnahme von Vitamin D immer wieder zu Überdosierungen, da nicht wenige offenbar der Meinung sind : „Viel hilft viel“ bzw. „Hilfts ned, schad´s nix“!

Gerade Vitamin D ist momentan im wahrsten Sinne „in aller Munde“, wobei es hier bei den Dosierungen große Unterschiede gibt. Hier empfehle ich, vor der Einnahme unbedingt den Vitamin D Status überprüfen zu lassen (Hausarzt)  und die Dosierung anhand der Laborergebnisse berechnen zu lassen (Apotheke)!

Daher ein Appell, der mir sehr am Herzen liegt: lass dich bezüglich Vitaminen vom Arzt/Ärztin, Apotheker/Apothekerin deines Vertrauen beraten und nehme nicht einfach IRGENDWAS IRGENDWIE!

Vitamine gibt es freilich nicht nur in Form von Brausetabletten und Kapseln, sondern vor allem in unseren Lebensmitteln!

Die besten Vitamin C Lieferanten sind:

  • Wildkräuter wie Bärlauch, Brennnessel, Löwenzahn, Melde, Sauerampfer, Brunnenkresse – DAS Superfood auf unseren heimischen Wiesen!
  • Sanddorn und Acerola
  • Brokkoli, Fenchel, Grünkohl, Salate, Paprika, Rosenkohl, Petersilie

Die besten Zink Lieferanten sind:

  • Nüsse (Cashew, Chia, Erdnuss, Kürbiskerne, Mohn, Sesam, Walnuss, Sonnenblumenkerne)
  • Getreide (Haferflocken, Wildreis)
  • Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen)

Vitamin D

kann unser Körper selbst herstellen. Dazu muss allerdings die UV-Intensität ausreichend hoch sein und mindestens einen Wert von 4 aufweisen, was vor allem in den Wintermonaten in unseren Breiten nicht der Fall ist. Den tagesaktuellen UV Index für deinen Wohnort, auch angegeben als UV Belastung findest du unter:

Österreich:

https://www.zamg.ac.at/cms/de/wetter/produkte-und-services/gesundheitswetter/prognose-uv-index

Deutschland:

http://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/uv-index/aktuell/aktuell_node.html

Schweiz:

http://www.meteocentrale.ch/de/wetter/freizeitwetter/uv-index.html


Ich hoffe, ich konnte abseits der gängigen Methoden zur Behandlung von Heuschnupfen einige Anregungen geben, wie du bereits vorbeugend dein Immunsystem stärken bzw. trainieren kannst, und die Intensität der allergischen Rhinitis reduzieren kannst.

Noch Fragen? Schreib mir  einen Kommentar, oder eine e-mail, ich beantworte sie gerne!

 

Schlüsselblume – Primula officinalis

Ein Hauch von Frühling liegt schon in der Luft! Die Tage werden deutlich länger, die Lichtstimmung verändert sich, die Sonnenstrahlen erwärmen den Boden und lassen die letzten hartnäckigen Schneefelder schmelzen. Nicht mehr lange und auch auf den Wiesen wird ein zartes duftendes Gelb erblühen und den Frühling ankündigen – die Schlüsselblume.

SchlüsselblumeFarbtafel

Daß der heilige Petrus die Schlüssel zur Himmelspforte hat und niemand in den Himmel einläßt, der’s nicht verdient, weiß jedes Kind. Einmal wurde ihm gemeldet, einige Unholde hätten sich Nachschlüssel zur Himmelstür angefertigt. Das war nun freilich ein großer Schrecken! Und Petrus entsetzte sich so sehr, daß er in der ersten Aufregung sein Schlüsselbund zur Erde fallen ließ. Ein Engel mußte es wiederholen. An der Stelle aber, wo das Bund die Erde berührt hatte, entstand die Schlüsselblume. Sie ist zur Erinnerung an die Begebenheit geblieben, und man nennt sie Himmelschlüssel oder auch (in Tirol) Petersschlüssel. 

Literatur: Nach Franz Söhns, Unsere Pflanzen. 4. Aufl. S. 144. Vgl. Zingerle, Sitten, Bräuche und Meinungen des Tiroler Volkes. 2. Aufl. 1871. S. 110.

Sicher erkennen:

Schlüsselblumen gehören zu den ersten Frühlingsboten und blühen ab Ende März bis Mitte April. Sie wachsen auf Wiesen und an Waldrändern und sind durch ihre gelben, lieblich duftenden Blüten unverwechselbar. Die Pflanze bildet eine grundständige Blattrosette mit wellig gezähnten Blättern (siehe Foto unten rechts).

Wirksame Bestandteile:

Gesammelt werden die Blüten sowie die Wurzeln vor oder nach der Blütezeit.

Wirkungen:

Vor allem die Schlüsselblumenwurzeln enthalten sehr viele Saponine, welche hauptverantwortlich für die schleimlösende und auswurffördernde Wirkung sind. Sie lösen auch festsitzendes Sekret und werden verwendet bei Stirn- und Nasennebenhöhlentzündungen.

Wissenschaftlich bestätigt von der Kommission E wurde bisher ausschließlich die Anwendung gegen Katarrhe der Luftwege.

In alten Kräuterbüchern wird die Schlüsselblume außerdem in Verbindung mit anderen Frühlingsheilpflanzen als blutreinigendes Mittel empfohlen. Pfarrer Kneipp empfahl die Schlüsselblume als Tee gegen „Gliedersucht und Gliederkrankheit“ (Rheuma und Gicht).
Weiters galt die Schlüsselblume als nervenanregendes und herzstärkendes Mittel, sie wurde verwendet gegen Migräne und nervöse Kopfschmerzen, bei nervösen Herzbeschwerden und Neigung zu Schlaganfall. Der Tee wurde als Schlafmittel verwendet.

 

 

Prellung, Verstauchung, Sehnenscheidenentzündung? Topfenwickel!

Heute möchte ich euch ein tolles, leider vielfach unbekanntes natürliches Hausmittel gegen Prellungen, Verstauchungen, und Entzündungen vorstellen: den Topfen- oder Quarkwickel. Obwohl er inzwischen auch schon von den Ärzten der Unfallambulanz bei uns im örtlichen Bezirkskrankenhaus empfohlen wird, ernte ich nicht selten verständnislose Blicke, wenn ich in der Apotheke den Patienten rate, einen Topfenwickel zu machen.

„Topfen? Also wie jetzt? Speisetopfen?“ „Genau. Stinknormalen Speisetopfen bzw. Quark.“

Wir brauchen genau 3 kostengünstige Zutaten:

  • 1 Packung Speisetopfen (erhältlich im Supermarkt)
  • Vließstoffkompressen oder ES Kompressen (Apotheke), alternativ eine saubere, trockene Mullbinde.
  • Selbsthaftende Fixierbinden oder einen Verband zum Befestigen (Apotheke).

TopfenwickelZutaten

So einfach wird´s gemacht:

Topfen dick auf die entzündete oder schmerzende Körperstelle auftragen, mit einer Vließstoffkompresse bedecken und das Ganze mit einer Fixierbinde befestigen. Den Wickel lässt man eine halbe bis eine ganze Stunde angelegt. Der Topfen sollte dabei nicht eintrocknen.

Bei starken Beschwerden kann der Wickel 2-3x täglich wiederholt werden.

TofpenwickelSchrittfürSchritt

Ein Topfenwickel wirkt:

  • kühlend
  • abschwellend
  • schmerzlindernd
  • entzündungshemmend
  • entgiftend

Der Topfenwickel hilft bei:

  • Prellungen
  • Verstauchungen
  • akuter Entzündung und Schwellung
  • Tennisarm
  • Sehnenscheidenentzündung
  • oberflächliche Venenentzündungen
  • Gelenksentzündungen
  • Sonnenbrand

 

Hör auf deinen Körper…

… und werde gesund. Von Alexandra Stross

HöraufdeinenKörper

Eher durch Zufall bin ich auf dieses interessante Buch gestoßen und habe es fast in einem Zug durchgelesen!

Es ist genau so, wie Alexandra Stross in Ihrer Einleitung beginnt: Dieses Buch ist eine Einladung, über das Thema Gesundheit nachzudenken. Vor allem eine Einladung, sich seine Gesundheit aktiv zu erarbeiten, in die eigenen Hände zu nehmen anstatt die Verantwortung z.B. an Ärzte abzugeben.

Vollkommen schlüssig und logisch nachvollziehbar beschreibt Alexandra Stross eine ganzheitliche Sicht auf die Entstehung und den Sinn von Krankheiten, die sie anhand von Beispielen aus ihrer Praxis veranschaulicht. Sehr interessant fand ich auch ihre Lösungsansätze, die nicht nur auf körperlicher Ebene ansetzen, sondern auch die psychischen Aspekte miteinbeziehen.

Von mir eine klare Empfehlung – UNBEDINGT LESENSWERT!

Heideblütentee gegen Schlafstörungen und Depressionen – Fake News?

Modeerscheinungen und Trends gibt es natürlich auch in der Medizin. Speziell im Bereich der alternativen Medizin tauchen vor allem übers Internet die unglaublichsten Sensationsmeldungen über wundersame Heilerfolge auf. Exotische oder längst vergessenen Heilpflanzen aus sämtlichen Ecken der Welt werden gegen alle möglichen Krankheiten und Wehwehchen angepriesen und  helfen am besten „für oder gegen alles“.

Nicht nur, dass es bei der unglaublichen Informationsflut heutzutage für den einzelnen schier unmöglich ist, diverse Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, es werden leider auch viele Fake News aus dem Netz unkritisch übernommen, geteilt und automatisch für richtig gehalten, nach dem Motto: „das hab ich im Internet gelesen, also muss es richtig sein“. Und so kommt es leider immer häufiger zu Fehlanwendungen, unberechenbaren Wechselwirkungen oder schlicht und einfach zu keiner Wirkung – was dann aber wieder auch langjährig erprobte und bewährte alternative Therapierichtungen in Verruf bringt „alles Blödsinn, das hat mir überhaupt nicht geholfen“.

Vor kurzem wurde ich auf so eine „vergessene Heilpflanze“ aufmerksam gemacht: Heideblütentee gegen Schlafstörungen in der Schwangerschaft wurde bei uns in der Apotheke bestellt (…).

Heideblütentee…

Gemeint sind die frischen oder getrockneten Blüten von Heidekraut, auch bekannt unter dem Namen Erika. Lateinisch unter der Bezeichnung Flos Callunae bzw. Flos Erica zu finden.

Heilpflanzen gegen Schlafstörungen fallen mir auf Anhieb mindestens fünf verschiedene ein, von Heideblüten habe ich weder in meiner inzwischen 14-jährigen beruflichen Tätigkeit als Apothekerin noch im Studium gehört. Das allein mag vielleicht noch nichts heißen – man lernt schließlich nie aus. Ein erster Blick in meine sehr umfangreiche Sammlung an Heilpflanzenbüchern bestätigte allerdings meinen Zweifel. In sämtlichen Kräuterbüchern und Lehrbüchern zur Phytotherapie wird der Heidekrautblütentee lediglich von Margret Madejsky in „Die Kräuterkunde des Paracelsus“ in einem Satz erwähnt und als „mildes Sedativum bei Schlafstörungen und seelischen Verkrampfungen“ beschrieben.

Auch die Kommission E kommt zu folgendem Schluss: „Da die Wirksamkeit bei den beanspruchten Anwendungsgebieten nicht belegt ist, kann eine therapeutische Anwendung nicht befürwortet werden. Gegen die Verwendung als Schmuckdroge bestehen keine Bedenken.“

Frei Schnauze im Dialekt übersetzt: Hilft´s ned, schad´s nix“.

„Die Kommission E bezeichnet eine selbstständige, wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA) und des heutigen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Deutschland. Diese Kommission berät das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in der Regel bei der Zulassung von traditionellen Arzneimitteln und von Arzneimitteln der besonderen Therapierichtungen. “ Wikipedia

Noch wollte ich die Heideblüten allerdings nicht vom Tisch kehren: Ganz nach dem Motto „Probieren geht über studieren“ habe ich mir eine kleine Menge Flos Callunae bestellt und wollte die Wirkung im Selbstversuch testen. Dafür habe ich an drei verschiedenen Tagen eine Stunde vor dem Schlafengehen eine Tasse Heideblütentee getrunken.

Das Ergebnis meines Selbstversuches ist rasch erzählt: Ich habe weder schneller eingeschlafen, noch subjektiv besser, tiefer oder länger als normal geschlafen.

Fazit:

Für die Anwendung von Heideblütentee gegen Schlafstörugnen und nervöser Unruhe gibt es:

  • keine Positivmonographie der Kommission E
  • keine wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung
  • keine Erwähnung in modernen Phytotherapie Lehrbüchern
  • keine bekannte traditionelle Verwendung (in Österreich und Deutschland)
  • keine positiven persönlichen Erfahrungen meinerseits

Alternativen:

Gute, wissenschaftlich abgesicherte pflanzliche Alternativen bei Schlafstörungen und nervöser Unruhe sind:

  • Baldrian
  • Melisse
  • Hopfen
  • Passionsblume
  • Lavendel
  • Kamille

Sie alle werden einzeln oder gemischt als Tee, Tinktur, Kapseln oder Tabletten in allen möglichen Kombinationen angeboten, werden gut vertragen und helfen in leichten Fällen von Schlafstörungen auch zuverlässig.

Man kann in diesem Fall also gut und gerne auf etablierte Heilpflanzen mit gesicherter Wirkung zurückgreifen und somit sehe ich keinen Nutzen darin, Heidekrautblüten gegen Schlafstörungen zu verwenden.

 

 

Bauchschmerzen bei Kindern

Kindern fällt es noch schwer, Bauchschmerzen zu differenzieren und kategorisieren. So kann ein Bauchschmerz aus Hunger oft noch nicht von einem Bauchschmerz aufgrund von Verstopfung, Blähungen oder Durchfall unterschieden werden.

Folgende Punkte sollten zunächst abgeklärt werden:

  • Wann hat dein Kind das letzte Mal gegessen?
  • Was hat dein Kind zuletzt gegessen?
  • Hatte dein Kind heute schon Stuhlgang?
  • Welche Beschaffenheit hatte der Stuhlgang? Normal, Durchfall, hart?
  • Hat dein Kind Blähungen oder einen harten Bauch?

Das hilft:

Ganz unabhängig davon, was die Ursache für die Bauchschmerzen deines Kindes ist, eine

Wärmflasche

und ein

krampflösender Bauchwehtee 

leisten im ersten Moment gute Dienste.

Einen Bauchwehtee für Kinder mische ich mit folgenden Kräutern zu gleichen Teilen: Malvenblatt (Folium Malvae), Kamillenblüte (Matricariae flos), Gänsefingerkraut (Herba Anserinae), Fenchel (Fructus Foeniculi) und Pfefferminz (Folium Menthae).

Malvenblatt schützt die Magenschleimhaut, Kamille wirkt entzündungshemmend, entblähend und krampflösend. Das Gänsefingerkraut als wichtige krampflösende Heilpflanze darf in dieser Mischung nicht fehlen. Abgerundet wird die Teemischung mit Fenchel und Pfefferminz, welche beide entblähend wirken und den Tee geschmacklich aufpeppen. Die Kräuter zu gleichen teilen mischen. 1 TL der Teemischung mit siedendem Wasser übergießen, 5 Min. ziehen und abkühlen lassen, ungesüßt oder mit Honig trinken.

bauchwohltee

Eine gute Ergänzung zur Wärmflasche und dem Tee ist eine

Bauchmassage,

für die ich mir ein krampflösendes Massageöl mit ätherischen Ölen mische. Dafür brauche ich folgende Zutaten:

  • 30 ml eines fetten Trägeröles z.B. Mandelöl, Aprikosenkernöl, ersatzweise kann auch ein Olivenöl aus der Küche verwendet werden.
  • eine Mischung aus echten ätherischen Ölen: Bei Bauchschmerzen eignen sich Basilikum, Fenchel, Kardamom, Kreuzkümmel, Koriander oder Lavendel. Als Kombination für ein Kindermassageöl empfehle ich Mandarine, Vanille oder Rose. Die Auswahl der ätherischen Öle ist natürlich auch Geschmacksache. Für die Mischung wähle ich 2-3 ätherische Öle aus, die in diesem Fall entkrampfend, entblähend und verdauungsfördernd wirken. Mandarine und Vanille oder Rose sind eine gute Ergänzung für ein Bauchwehöl für Kinder. Diese Öle wähle ich weniger wegen ihrer körperlichen sondern vielmehr wegen ihrer Wirkung auf die Psyche aus. Der weiche, sanfte Duft des roten Mandarinenöls wirkt entspannend und vermittelt Geborgenheit. Auch der Duft von Vanille vermittelt Wärme, wohlige Geborgenheit und wirkt auf psychischer Ebene angstlösend und stark stimmungsaufhellend.

Ein Bauchweh Massageöl könnte zum Beispiel so aussehen:

bauchweh massageöl für kinder

Anwendung: Eine kleine Menge Massageöl in den Händen verteilen und mit leichtem Druck den Bauch massieren.

Mein Sohn liebt sein persönliches „Bauchwohlöl“. Wir haben unser Sortiment zu Hause auch schon erweitert um ein „Kuschelbärmassageöl“ , ein „Schlafgutmassageöl“ und nicht zu vergessen das „Hustendrachenöl“ !

Vorsicht im Umgang mit ätherischen Ölen!

  1. Arbeite mit echten ätherischen Ölen, denn Duft ist nicht gleich Duft. Echte ätherische Öle sind zu unterscheiden von naturidentischen Ölen und Parfumölen, welche beide chemischen Ursprungs sind. Nur echte ätherische Öle werden aus Pflanzenmaterial gewonnen und enthalten sozusagen die „Seele“ der Pflanzen, das konzentrierte Extrakt der flüchtigen Bestandteile, welche in der Aromatherapie verwendet werden. Namhafte Firmen, die eine hohe Qualität liefern sind zum Beispiel Primavera, Taoasis oder Farfalla (unbezahlte Werbung).
  2. Achte auf die Dosierung! Ätherische Öle wirken einerseits über den Geruchssinn, andererseits über Haut und Schleimhäute. Bei Kindern sollten ätherische Öle daher bei Anwendung auf der Haut nicht pur, sondern immer verdünnt verwendet werden, da sie sowohl Atemwege, als auch die Haut reizen können. Meine Massageöle für Säuglinge enthalten daher 1% ätherische Öle, diejenigen für Kinder ab 3 Jahren bis zu 3%.

Leidet dein Kind unter Bauchschmerzen, so sollte es möglichst leicht verdauliche

Schonkost

bekommen. Fettiges, Frittiertes oder Zuckerhaltiges kann die Schmerzen noch verstärken. Beispiele für Schonkost bei Bauchschmerzen findest du in diesen Blogposts:

Haferschleimsuppe gegen Montagsbauchweh oder die unschlagbaren Vorteile der Carroat Supersoup

Was essen bei Durchfall?

bauchwehbaby

Fassen wir nochmal kurz die wichtigsten erste Hilfe Maßnahmen bei Bauchschmerzen zusammen:

  • Wärmflasche

  • Bauchwehtee

  • Bauchmassage

  • Schonkost

Sollten sich die Beschwerden innerhalb eines Tages nicht verbessert haben, wirst du natürlich mit deinem Kind zum Arzt gehen!

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