Rosmarin – Rosmarinus officinalis: Duftpflanze des Jahres 2020

Die VAGA (Vereinigung für Aromapflege und gewerbliche AromapraktikerInnen) kürt jedes Jahr eine Pflanze zur Duftpflanze des Jahres. 2020 fiel die Wahl auf Rosmarin. Diesen Anlass möchte ich nutzen, um euch den Rosmarin und seine tollen Heilwirkungen genauer vorzustellen:

Sicher erkennen

Der Rosmarin mit seinen nadelförmigen Blättern und kleinen lila Lippenblüten ist rund um das Mittelmeer heimisch. Er wird bei uns gerne in Gärten als Gewürzpflanze gezogen. Nachdem der Rosmarin nicht winterfest ist, gedeiht er hierzulande vorwiegend in Töpfen an sonnenverwöhnten Standorten oder geschützt vor Kälte und Wind an der Hauswand. Welche wahre Größe der Rosmarin am richtigen Standort erreichen kann, sieht man seiner Heimat rund um das Mittelmeer: hier wird er zu einem stattlichen bis zu 2m hohem Strauch und gerne auch als Hecke gezogen oder zu einer stattlichen Kugel getrimmt.

Leicht erkennbar ist der immergrüne Rosmarin durch seinen charakteristischen Geruch, der durch das Zerreiben der Blätter hervortritt.

Wirksame Bestandteile

Die blühenden Zweigspitzen des Rosmarin und Blätter werden sowohl für Tees, in der Küche oder zur Gewinnung des ätherischen Öles verwendet. In der Gemmotherapie verwendet man die zwischen Februar und Mai gesammelten frischen Triebspitzen.

Inhaltstoffe

Rosmarin enthält vorwiegend ätherische Öle, weiters Lamiaceengerbstoffe und Diterpenphenole.

Wirkung

Rosmerin wirkt kreislaufanregend und durchblutungsfördernd, und sollte daher als Tee nicht abends getrunken werden.

Sebstian Kneipp über Rosmarin: „Rosmarin hat sich als vortreffliches Mittel bewährt; ich stelle Rosmarin unter die ersten Heilpflanzen als wahren Herzstärker“

Verwendung

In der Aromatherapie wird die stark anregende Wirkung des Rosmarinöls für kreislaufanregende, die Lebensgeister weckende Mischungen verwendet. Mein Rezept für eine konzentrationsfördernde Duftmischung mit Rosmarinöl findest du unter diesem Beitrag: Homeoffice, Homeschooling? Stimmungsaufhellende Duftmischung für bessere Konzentration – jetzt leider wieder topaktuell im 2. Lockdown.

Die anregende, antibakterielle und antivirale Wirkung des ätherischen Öles von Rosmarin cineol habe ich in der Rezeptur des „Heldenkraft Massgeöls“ meiner fabelhaften Kinderapotheke „Yaelle“ genutzt. Zusammen mit den ätherischen Ölen von Zimt, ZItrone, Beramotte und Weißtanne ergibt sich eine frisch würzig warme Duftkomposition, die körperlich wärmt und stärkt und auf seelischer Ebene vitalisiert und aufrichtet. Zusammen mit der Geschichte vom Hasen Moritz macht dieses Massageöl Angsthasen stark wie einen Löwen.

Als Tee oder Badezusatz schätzt man die durchblutungsfördernde, anregende Wirkung des Rosmarin.

Wesentlich vielfältiger wird die Rosmarinknospe in der Gemmotherapie verwendet: der Rosmarin ist DAS Lebermittel in der Gemmotherapie, er wirkt Stoffwechsel anregend, entgiftend, regt die Galleproduktion an, wirkt blutflussfördernd sowie stimulierend auf die Hirntätigkeit.

Noch mehr über die wärmende Sonnenkraft von Rosmarin, sowie Tipps zum Überwintern des Rosmarin auf der Fensterbank findet ihr im tollen Blogmagazin mamirocks https://mamirocks.com/sonnenkraft-rosmarin/ – dem Naturblog aus Tirol meiner Freundin Verena. Hier findet ihr auch viele wertvolle Tipps zum Thema Ausflugziele für die ganze Familie, Buchtipps für Kinder und ganz viel zum Thema NACHHALTIGKEIT! Reinschauen lohnt sich!

Verwendung in der Küche

Rosmarin ist ein beliebtes Küchengewürz, er passt hervorragend zu Fleischgerichten, vor allem Lamm und Rind oder Bratkartoffeln und entfaltet so seine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung.

Hier habe ich noch zwei Links zu tollen Rezepten mit Rosmarin: Einmal den Frida Kahlo Salat von salzkorn.blogspot und einmal die Kübis Carbonara von thestepfordhusband:

https://salzkorn.blogspot.com/2016/06/der-frida-kahlo-salat.html http://blog.thestepfordhusband.at/2019/10/kuerbis-carbonara.html

Literatur

  1. Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde, Ursel Bühring, Haug, 4.Auflage 2014
  2. Heilpflanzen Kompendium, Schaffner-Häfelfinger-Ernst, NaturBuchVerlag, 1996
  3. Gesundheit durch Heilkräuter, Richard Willfort, Rudolf Trauner Verlag, 1973
  4. Praxis Aromatherapie, Werner, von Braunschweig, Haug, 3. Auflage 2012
  5. Aromatherapie, Wabner, Beier, Urban & Fischer, 1. Auflage 2009
  6. Das Herz und seine heilenden Pfanzen, Storl, AT Verlag, 4. Auflage 2017
  7. Lexikon der Frauenkräuter, Madejsky, AT Verlag, 7. Auflage 2019
  8. Die Kräuterkunde des Paracelsus, Rippe, Madejsky, AT Verlag, 3. Auflage 2013
  9. Paracelsusmedizin, Rippe et al., AT Verlag, 5. Auflage 2012
  10. Das große Buch der Heilpflanzen, Pahlow, Gräfe und Unzer, 1979
  11. Gemmotherapie, Knospen in der Naturheilkunde; Chrischta Ganz, Louis Hutter, AT Verlag,

2 Comments

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.