Bauchschmerzen bei Kindern

Kindern fällt es noch schwer, Bauchschmerzen zu differenzieren und kategorisieren. So kann ein Bauchschmerz aus Hunger oft noch nicht von einem Bauchschmerz aufgrund von Verstopfung, Blähungen oder Durchfall unterschieden werden.

Folgende Punkte sollten zunächst abgeklärt werden:

  • Wann hat dein Kind das letzte Mal gegessen?
  • Was hat dein Kind zuletzt gegessen?
  • Hatte dein Kind heute schon Stuhlgang?
  • Welche Beschaffenheit hatte der Stuhlgang? Normal, Durchfall, hart?
  • Hat dein Kind Blähungen oder einen harten Bauch?

Das hilft:

Ganz unabhängig davon, was die Ursache für die Bauchschmerzen deines Kindes ist –  folgende Tipps bringen rasch Erleichterung:

  • Wärmflasche
  • krampflösender Bauchwehtee
  • Bauchmassage
  • Schonkost

Einen

Bauchwehtee für Kinder

mische ich mit folgenden Kräutern zu gleichen Teilen: Malvenblatt (Folium Malvae), Kamillenblüte (Matricariae flos), Gänsefingerkraut (Herba Anserinae), Fenchel (Fructus Foeniculi) und Pfefferminz (Folium Menthae).

Bauchwohltee

Malvenblatt schützt die Magenschleimhaut, Kamille wirkt entzündungshemmend, entblähend und krampflösend. Das Gänsefingerkraut als wichtige krampflösende Heilpflanze darf in dieser Mischung nicht fehlen. Abgerundet wird die Teemischung mit Fenchel und Pfefferminz, welche beide entblähend wirken und den Tee geschmacklich aufpeppen. Die Kräuter zu gleichen teilen mischen. 1 TL der Teemischung mit siedendem Wasser übergießen, 5 Min. ziehen und abkühlen lassen, ungesüßt oder mit Honig trinken.

 

Eine gute Ergänzung zur Wärmflasche und dem Tee ist eine

Bauchmassage,

für die ich mir ein krampflösendes Massageöl mit ätherischen Ölen mische. Dafür brauche ich folgende Zutaten:

  • 30 ml eines fetten Trägeröles z.B. Mandelöl, Aprikosenkernöl, ersatzweise kann auch ein Olivenöl aus der Küche verwendet werden.
  • eine Mischung aus echten ätherischen Ölen: Bei Bauchschmerzen eignen sich Basilikum, Fenchel, Kardamom, Kreuzkümmel, Koriander oder Lavendel. Als Kombination für ein Kindermassageöl empfehle ich Mandarine, Vanille oder Rose. Die Auswahl der ätherischen Öle ist natürlich auch Geschmacksache. Für die Mischung wähle ich 2-3 ätherische Öle aus, die in diesem Fall entkrampfend, entblähend und verdauungsfördernd wirken. Mandarine und Vanille oder Rose sind eine gute Ergänzung für ein Bauchwehöl für Kinder. Diese Öle wähle ich weniger wegen ihrer körperlichen sondern vielmehr wegen ihrer Wirkung auf die Psyche aus. Der weiche, sanfte Duft des roten Mandarinenöls wirkt entspannend und vermittelt Geborgenheit. Auch der Duft von Vanille vermittelt Wärme, wohlige Geborgenheit und wirkt auf psychischer Ebene angstlösend und stark stimmungsaufhellend.

Anwendung: Eine kleine Menge Massageöl in den Händen verteilen und mit leichtem Druck den Bauch massieren.

Vorsicht im Umgang mit ätherischen Ölen!

  1. Arbeite mit echten ätherischen Ölen, denn Duft ist nicht gleich Duft. Echte ätherische Öle sind zu unterscheiden von naturidentischen Ölen und Parfumölen, welche beide chemischen Ursprungs sind. Nur echte ätherische Öle werden aus Pflanzenmaterial gewonnen und enthalten sozusagen die „Seele“ der Pflanzen, das konzentrierte Extrakt der flüchtigen Bestandteile, welche in der Aromatherapie verwendet werden. Namhafte Firmen, die eine hohe Qualität liefern sind zum Beispiel Primavera, Taoasis oder Farfalla (unbezahlte Werbung).
  2. Achte auf die Dosierung! Ätherische Öle wirken einerseits über den Geruchssinn, andererseits über Haut und Schleimhäute. Bei Kindern sollten ätherische Öle daher bei Anwendung auf der Haut nicht pur, sondern immer verdünnt verwendet werden, da sie sowohl Atemwege, als auch die Haut reizen können. Meine Massageöle für Säuglinge enthalten daher 1% ätherische Öle, diejenigen für Kinder ab 3 Jahren bis zu 3%.

Yaëlle Bauchwohl Massageöl

Wer sich sein Massageöl nicht selber mischen will oder kann, dem möchte ich das von mir entwickelte und hergestellte Yaëlle fabelhafte Kinderapotheke Bauchwohl Massageöl empfehlen: es enthält echte ätherische Öle und hochwertiges pflanzliches Basisöl. Zusätzlich gibt es zu jedem Massageöl ein Extra: Passend zum Öl enthält das Set eine eigene Geschichte. Die Bauchwohl-Geschichte handelt vom Braunbären Bruno und wird während der Massage vorgelesen. Sie bietet sowohl eine Massageanleitung für den Vorlesenden und dient als meditative Gedankenreise, welche die manuelle Therapie auf mentaler Ebene unterstützt. Geeignet für Kinder ab drei Monaten.

Nähere Informationen zu den Yaelle Massageölen findest du unter hier geht´s zu Yaelle fabelhafte Kinderapotheke oder auf Instagram unter @yaelle.at

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Leidet dein Kind unter Bauchschmerzen, so sollte es möglichst leicht verdauliche

Schonkost

bekommen. Fettiges, Frittiertes oder Zuckerhaltiges kann die Schmerzen noch verstärken. Ideal sind leicht gedünstetes Gemüse wir Kartoffel oder Karotten, basische Gemüsesuppen wie Haferschleim- oder Grießsuppe.

Beispiele für Schonkost bei Bauchschmerzen findest du in diesen Blogposts:

Haferschleimsuppe gegen Montagsbauchweh oder die unschlagbaren Vorteile der Carroat Supersoup

Was essen bei Durchfall?

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Fassen wir nochmal kurz die wichtigsten erste Hilfe Maßnahmen bei Bauchschmerzen zusammen:

  • Wärmflasche

  • Bauchwehtee

  • Bauchmassage

  • Schonkost

Sollten sich die Beschwerden innerhalb eines Tages nicht verbessert haben, wirst du natürlich mit deinem Kind zum Arzt gehen!

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Spitzwegerich – Plantago lanceolata

Sicher erkennen

Der Spitzwegerich ist eine häufig vorkommende Heilpflanze, wächst gerne an Wegrändern und auf Wiesen. Er kommt in ganz Europa, West- und Zentralasien vor.
Sehr charakteristisch sind die lanzettligen Blätter mit paralleler Nervatur. Sie bilden eine grundständige Blattrosette. Der Blütenstengel ist blattlos, kantig, mit einer unscheinbaren, bräunlichen Ähre.

Verwechslungsgefahr

Auch für ungeübte Pflanzensammler ist der Spitzwegerich durch seine einzigartige Blattform leicht zu erkennen. Der verwandte Breitwegerich hat – wie der Name schon verrät – breitere Blätter und eine ähnliche Wirkung.

Wirksame Bestandteile

Gesammelt werden die Blätter von Ende Mai bis August.

Inhaltsstoffe

Die wichtigsten heilkräftigen Inhaltstoffe sind Schleimstoffe, Iridoidglykoside (Aucubin), Glykoside (Verbascosid), Flavonoide, Polysaccharide, Phenolcarbonsäuren und Gerbstoffe. Weiters enthält der Spitzwegerich die Vitamine A, C, K, Eisen, Calcium, und Kieselsäure, er ist somit ein sehr wertvolles Kraut für die Wildkräuterküche.

Wirkungen

Innerlich: reizlindernd auf die Bronchien, hustenhemmend, entzündungswidrig, lungengewebsfestigend, immunstimulierend.
Äußerlich: antibakteriell, wundheilungsfördernd, adstringierend.

Anwendungsgebiete

Der Spitzwegerich ist eine altbekannte Heilpflanze und erfreut sich seit jeher höchsten Ansehens und fehlt daher in keinem guten Heilpflanzenbuch.

Innerliche Anwendung: Der Spitzwegerich zählt zu den bekanntesten Hustenkräutern und ist eines der besten Hustenmittel überhaupt. Er wird in Form von Tees oder Sirup bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Bronchitis, (Reiz-)Husten und Asthma empfohlen.

Äußerlich verwendet gehört der Spitzwegerich zu den berühmtesten „Erste Hilfe Kräutern“. Er wirkt wundheilungsfördernd, entzündungshemmend, zusammenziehend und wird bei Hautverletzungen, Insektenstichen, Sonnenbrand, leichten Verbrennungen – kurz zur ersten Wundversorgung – als Frischkräuterumschlag verwendet.

Zubereitung

  • Tee: für den Spitzwegerichtee werden die frisch gesammelten Blätter locker auf ein sauberes Tuch aufgelegt  und getrocknet. Man verwendet 1 TL der klein geschnittenen Kräuter auf eine Tasse Tee und lässt den Tee 5 Minuten ziehen.
  • Tipp: den Spitzwegerich am besten vor dem Trocknen schneiden! Die ganzen getrockneten Blätter sind sehr robust und lassen sich nur schwer schneiden.
  • Sirup: einen selbstgemachten Sirup für den Hausgebrauch bereite ich mit einer Hand voll frischer oder getrockneter Spitzwegerichblätter. Diese werden grob zerkleinert mit Wasser und Sirup im Verhältnis 1:2 aufgekocht. Den Sirup lasse ich noch ca. 15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln und zerkleinere anschließend nochmal alles mittels Pürierstab. Der fertige Sirup wird durch einen Kaffeefilter filtriert und in eine dunkle, dicht schließende Flasche abgefüllt.
  • Frischkräuterauflage: für die äußere Anwendung bei frischen Wunden oder Insektenstichen werden saubere, frische, angerissene Blätter oder der frisch ausgequetschte Pflanzensaft direkt auf die Wunde gelegt.

Verwendung in der Küche

In der Wildkräuterküche sind die Blätter des Spitzwegerichs eine beliebte Salatbeigabe, er wird zu Pesto verarbeitet,  dient als Beilage zu Gemüsegerichten oder Omeletten, sowie für Kräuteraufstriche.

Roh gegessen schmeckt der Spitzwegerich eher würzig krautig.

Mein Lieblingskochbuch zum Thema Wildkräuterküche ist „Meine wilde Pflanzenküche“ von Meret Bissegger. Hier findest du den Link zu ihrer Homepage.

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Wer bin ich? Heilpflanzen sicher erkennen

Heilpflanzen richtig sammeln und trocknen:

Literatur:

  1. Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde, Ursel Bühring, Haug, 4.Auflage 2014
  2. Pharmakognosie – Phytopharmazie, Hänsel-Sticher-Steinegger, Springer, 6. Auflage 1999
  3. Unsere Heilpflanzen, Hans Richer, Verlage der St. Josef Buchbrüderschaft Rosenheim, 1920
  4. Kräuter-Liesl, Liesl Malm, Bassermann, 2014
  5. Heilpflanzen Kompendium, Schaffner-Häfelfinger-Ernst, NaturBuchVerlag, 1996
  6. Gesundheit durch Heilkräuter, Richard Willfort, Rudolf Trauner Verlag, 1973
  7. Die Kräuterapotheke Gottes, Eva Aschenbrenner, Kosmos, 12.Auflage 2016
  8. Gesundheit aus der Apotheke Gottes, Maria Treben, Ennsthaler Verlag Steyr, 94. Auflage 2015
  9. Die Kräuterkunde des Paracelsus, Rippe – Madejsky, AT Verlag, 3. Auflage 2013
  10. Meine wilde Pflanzenküche, Meret Bissegger, AT Verlag, 2. Auflage 2011
  11. Essbare Wildpflanzen, Fleischhauer – Guthmann- Spielberger, AT Verlag, 10. Auflage 2011

Waldmeister – Asperula odorata

Lange gesucht, endlich gefunden und schließlich verbannt. Das ist die Kurzzusammenfassung meiner Begegnung mit dem Waldmeister.

Immer wieder las ich Rezepte von Waldmeisterbowle oder Waldmeistersirup, die ich gerne ausprobieren wollte. Dem Ganzen stand nur eines im Weg – ich konnte diese Pflanze jahrelang nicht finden! Dabei sind die Blätter des Waldmeisters in Form von 6-8 zähligen Blattquirlen recht auffällig, das weiß blühende Kraut ist leicht erkennbar.

Vor einigen Tagen ließ der Zufall mich unweit von Zuhause auf den Waldmeister stoßen! Voller Freude habe ich ihn zum Trocknen mitgenommen und war schon gespannt auf den ausgeprägten, wohligen Duft des Waldmeisters. Womit ich nicht gerechnet habe: der Waldmeister riecht intensiv nach Marzipan! Das heißt, er STINKT extrem nach Marzipan! Und ich hasse Marzipan! Es hat daher nicht lange gedauert und ich habe den Waldmeister aus meiner Küche – aus meiner Wohnung – aus meiner Heilkräutersammlung verbannt. Da bleibe ich lieber beim Holundersirup und harntreibende, beruhigende Heilpflanzen gibt es auch andere.

Waldmeister

Wirkungen

Der Waldmeister wird in der Schulmedizin nicht verwendet. Man findet ihn in alten Kräuterbüchern, wo er als harntreibend, beruhigend und blutreinigend beschrieben wird. Gerne wird er in Kombination mit Walderdbeere, Ehrenpreis und Johannisbeerblatt als Maitrank empfohlen.

Verwendung in der Küche

Nachdem ich ihn selber nicht probieren wollte, werde ich hier auch kein Rezept mit Waldmeister vorstellen. Wer ihn mag, trinkt den Waldmeister als Sirup oder Bowle.

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Literatur:

  1. Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde, Ursel Bühring, Haug, 4.Auflage 2014
  2. Unsere Heilpflanzen, Hans Richer, Verlage der St. Josef Buchbrüderschaft Rosenheim, 1920
  3. Gesundheit durch Heilkräuter, Richard Willfort, Rudolf Trauner Verlag, 1973
  4. Essbare Wildpflanzen, Fleischhauer – Guthmann- Spielberger, AT Verlag, 10. Auflage 2011

Löwenzahn – Taraxacum officinale

Gerade blüht er wieder auf unseren Feldern – der Löwenzahn! Jedes Kind kennt die Pusteblume, deren reife Samen sich eindrucksvoll mit dem Wind verbreiten. Was allerdings nicht jeder weiß: der Löwenzahn ist nicht nur eine gesunde essbare Wildpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze!

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Sicher erkennen

Den Namen Löwenzahn bekam diese altbekannte Heilpflanze aufgrund ihrer auffälligen gezackten Blätter. Diese wachen als grundständige Blattrosette und bilden hohle Stängel, die einen weißen Milchsaft enthalten. Die auffälligen gelben Blütenstände bestehen ausschließlich aus Zungenblüten. Die Wurzel des Löwenzahns ist bei Gärtnern sehr unbeliebt, da sie bis zu 2 Meter tief wurzeln, sehr schwer zu entfernen sind und immer wieder neu austreiben.

Löwenzahn wächst weit verbreitet auf meist stark gedüngten Wiesen und Weiden. Er ist allerdings sehr anpassungsfähig und wächst so gut wie überall, selbst auf sandigem Boden oder in Ritzen zwischen Asphalt.

Inhaltsstoffe

Der Löwenzahn enthält vorwiegend Bitterstoffe, weiters Vitamine und Mineralstoffe (besonders Kalium), sowie Triterpene und Schleimstoffe.

Wirkungen

Löwenzahn wirkt verdauungsfördernd, appetitanregend, stoffwechselanregend, gallensekretionsfördernd und harntreibend.

Anwendungsgebiete

In der Volksmedizin wird der Löwenzahn als Heilpflanze sehr geschätzt und vor allem im Rahmen einer reinigenden Frühjahrskur gegen eine Vielzahl von Beschwerden wärmstens empfohlen. Besonders hervorgehoben wird seine allgemeine Verbesserung der Stoffwechsellage sowie die hohe blutreinigende Wirkung. Löwenzahn wird gegen Beschwerden wie Gicht, Rheuma, Hautekzeme, Appetitlosigkeit, Darmträgheit, Störungen der Leber- und Gallentätigkeit und gegen Zuckerkrankeit empfohlen.

Besonders die Wurzel wurde geschätzt für ihre reinigende, schweißtreibende und stärkende Kraft. „Sie beeinflußt alle Ausscheidungen des Körpers, besonders der Galle, (…) wirkt schmerzlos harntreibend, und da sie die ermüdend wirkende Giftstoffe aus dem Körper entfernt, wirkt die Wurzel belebend und kräfigend„. [6]

Die Kommission E empfiehlt den Löwenzahn bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen. Weiters bei Störungen des Gallenflusses und zur Anregung der Diurese.

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Zubereitungen:

Blätter und Wurzel des Löwenzahns werden getrocknet als Tee verwendet und sind Bestandteile vieler sogenannter Bittertropfen, die gegen vielseitige Magen- Darmbeschwerden eingesetzt werden. Sehr bekannte Bittermittel, die Löwenzahn enthalten sind z.B. Montana Haustropfen, Schwedenbitter oder Amara Tropfen von Weleda.

Verwendung in der Küche:

In der Küche verwendet man die jungen, frischen, leicht bitter schmeckenden Blätter als Salat. Am besten mischt man eine Hand voll Löwenzahnblätter mit anderen grünen Blattsalaten z.B. Rucola oder Kopfsalat. Der pure Löwenzahnsalat ist etwas gewöhnungsbedürftig, sind doch die Blätter um einiges bissfester, um nicht zu sagen zäher, als man es vielleicht gewohnt ist.

Gerne werden auch die gelben Blütenköpfe zur Herstellung von Löwenzahnhonig verwendet.

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Heilpflanzen richtig sammeln und trocknen:

Literaturnachweis:

  1. Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde, Ursel Bühring, Haug, 4. Auflage 2014
  2. Pharmakognosie – Phytopharmazie, Hänsel-Sticher-Steinegger, Springer, 6. Auflage 1999
  3. Unsere Heilpflanzen, Hans Richer, Verlag der St. Josef Buchbrüderschaft Rosenheim, 1920
  4. Kräuter-Liesl, Liesl Malm, Bassermann, 2014
  5. Heilpflanzen Kompendium, Schaffner-Häfelfinger-Ernst, NaturBuchVerlag, 1996
  6. Gesundheit durch Heilkräuter, Richard Willfort, Rudolf Trauner Verlag, 1973
  7. Die Kräuterapotheke Gottes, Eva Aschenbrenner, Kosmos, 12.Auflage 2016
  8. Gesundheit aus der Apotheke Gottes, Maria Treben, Ennsthaler Verlag Steyr, 94. Auflage 2015
  9. Die Kräuterkunde des Paracelsus, Rippe – Madejsky, AT Verlag, 3. Auflage 2013
  10. Meine wilde Pflanzenküche, Meret Bissegger, AT Verlag, 2. Auflage 2011
  11. Essbare Wildpflanzen, Fleischhauer – Guthmann- Spielberger, AT Verlag, 10. Auflage 2011

Hirtentäschel – Capsella bursa-pastoris

Letztens habe ich bei unserem Bienenhaus eine neue Heilpflanze entdeckt! Das heißt sie wächst an dieser Stelle wahrscheinlich schon lange, nur haben wir dieses Jahr aufgrund der strengen Quarantäne- und Ausgangsbeschränkungen bis Mai die Wiese nicht gemäht und siehe da – direkt rund um unseren Sitzplatz unter den Fichten wächst Hirtentäschel!

Hirtentäschelstrauß

Sicher erkennen:

Das Hirtentäschel ist eine unscheinbare, genügsame Pflanze, die auch auf sandigem, wenig fruchtbarem Boden wächst. Weder Blätter noch Blüten sind besonders markant. Das Hirtentäschel hat eine grundständige Blattrosette und ist erkennbar an seinen herzförmigen Früchten, die unter den noch blühenden weißen Blüten zu sehen sind.

Inhaltsstoffe:

Flavonoide, Phenylcarbonsäuren, biogene Amine

Wirkungen:

Aufgrund seiner stark zusammenziehenden Wirkung gehört das Hirtentäschel zu den besten blutstillenden Heilpflanzen. Es wurde aufgrund seiner gefäßverengenden Eigenschaften in der Volksmedizin gegen Blutungen aller Art angewendet, so zum Beispiel bei Magenbluten, übermäßiger Periode, Gebärmutterblutungen oder Nasenbluten. Außerdem wurde ihm eine unvergleichliche fieberwidrige Eigenschaft zugesprochen.

Ähnlich wie die Mistel wurde das Hirtentäschel auch zu den kreislaufausgleichenden Heilpflanzen gezählt und wurde sowohl bei zu hohem, als auch zu niedrigem Blutdruck empfohlen.

Die Kommission E bestätigt die Wirkung bei: Nasenbluten (lokale innere Anwendung), oberflächliche, blutende Hautverletzungen (äußere Anwendung). Leichte Menorrhagie (=starke Regelblutung)

Anwendungsgebiete:

Oberflächliche,  blutende Hautverletzungen, Nasenbluten, Zahnfleischbluten

Zubereitungen:

Innerlich und äußerlich als Tee oder für Umschläge

Verwendung in der Küche:

Die Blüten und Samentaschen der mit dem Senf verwandten Pflanze eignen sich als würzige Zugabe zu Salaten.

Die würzen Blätter erinnern geschmacklich an Rucola und werden roh als Salat gegessen.

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Heilpflanzen richtig sammeln und trocknen:

Hirtentäschel

Literatur:

  1. Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde, Ursel Bühring, Haug, 4.Auflage 2014
  2. Kräutergold, Müller-Freywardt, Sotier, Hefele, Schwitzer, Buchverlag M Lassel, 1958
  3. Unsere Heilpflanzen, Hans Richer, Verlage der St. Josef Buchbrüderschaft Rosenheim, 1920
  4. Gesundheit durch Heilkräuter, Richard Willfort, Rudolf Trauner Verlag, 1973
  5. Die Kräuterapotheke Gottes, Eva Aschenbrenner, Kosmos, 12.Auflage 2016
  6. Gesundheit aus der Apotheke Gottes, Maria Treben, Ennsthaler Verlag Steyr, 94. Auflage 2015
  7. Die Kräuterkunde des Paracelsus, Rippe – Madejsky, AT Verlag, 3. Auflage 2013
  8. Lexikon der Frauenkräuter, Madejsky, 7. Auflage 2019
  9. Essbare Wildpflanzen, Fleischhauer – Guthmann- Spielberger, AT Verlag, 10. Auflage 2011