Beinwell – Symphytum officinale

Sicher erkennen:


Beinwell wächst gerne auf nährstoffreichen, feuchten Böden und bevorzugt halb-schattige Standorte. Die Blätter sind rauhaarig, grob lanzettlig. Von Mai bis August bildet die Pflanze rosa  bis violette oder weiße hängende, glockenförmige Blüten, die gerne von Hummeln besucht werden.
Die Wurzel ist äußerlich braun-schwarz, innen weiß und schleimig und wächst sehr tief, was die Ernte etwas erschwert.

Verwechslungsgefahr:

Die Blätter sind denen des giftigen Fingerhutes sehr ähnlich. Sobald die Pflanze blüht, ist der Unterschied klar ersichtlich. Es empfiehlt sich daher beim Pflücken junger Blätter nicht blühender Pflanzen, den Standort gut zu kennen. Beinwell bleibt seinem Standort treu und wächst jahrelang am gleichen Platz.
Zur gleichen Pflanzenfamilie gehören Borretsch, Vergissmeinnicht und Lungenkraut, alle haben behaarte Blätter und sind essbar.

Wirksame Bestandteile:

Geerntet werden die Wurzeln im Herbst nach der Blütezeit.

Wirkungen:

Der Beinwell wird in vielen Kräuterbüchern beschrieben als äußerlich wundheilungs-fördernd, schmerzlindernd, abschwellend, entzündungshemmend.

Anwendungsgebiete:

Beinwellsalbe wirkt gegen:

  • Muskelverspannungen
  • schlecht heilende, unblutige stumpfe Verletzungen wie Quetschungen oder Blutergüsse
  • Sehnenscheiden- und Schleimbeutelentzündung
  • schlecht heilende Narben
  • Morgensteifigkeit der Gelenke

Zubereitung:

Beinwelltinktur als Umschlag, Salben als Fertigpräparate

Verwendung in der Küche:
Die Blüten können roh gegessen werden, oder über Salate gestreut werden. Die jungen Blätter isst man gehackt oder geschnitten als Salat, als Blattroulade oder frittiert.

Präparat: Traumaplant Salbe

Achtung:

Beinwell enthält in Spuren Pyrrolizidinalkaloide. Vor der innerlichen Anwendung von Beinwell wird daher gewarnt, da diese unaussprechlichen Wirkstoffe in höheren Dosen lebertoxisch wirken, also die Leber schädigen und Krebs auslösen können. Die Kommission E empfiehlt daher Beinwell nur äußerlich und nicht länger als 4-6 Wochen anzuwenden.
Die in der Apotheke erhältlichen Fertigpräparate (Traumaplant Salbe) enthalten pyrrolizidinnalkaloidfreien Kulturbeinwell.

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